Hauptversammlung des Münchner Anlagenbauers
MAN will sich auf seine Kernbereiche konzentrieren

Der Münchener Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern will sich von Randaktivitäten trennen. Der Rückkauf eigener Vorzugsaktien ist für kommenden Januar geplant.

dpa-afx/Reuters MÜNCHEN. Der Münchner Anlagenbauer MAN will sich auf seine Kernbereiche konzentrieren und sich von Randaktivitäten trennen. Das teilte der Konzern anlässlich der Hauptversammlung am Freitag mit. Zu den Kernaktivitäten gehörten die Bereiche, die weltweit die Plätze eins bis drei einnehmen, sagte MAN-Sprecher Wieland Schmitz. Dazu gehören die Bereiche Druckmaschinen und Dieselmotoren. Eine Ausnahme bilde die Sparte Nutzfahrzeuge, die sich lediglich an die Positionierung in Europa messen müsse.

Spekulationen, dass MAN an einer Übernahme von Sulzer Turbo, der Industrieturbinentochter des Schweizer Konzerns Sulzer interessiert sei, wollte der MAN-Sprecher nicht kommentieren.

Rückkauf eigener Vorzugsaktien für Januar 2001 geplant

Die MAN AG will nach der Zustimmung der Hauptversammlung mit dem angekündigten Rückkauf eigener Vorzugsaktien im Januar 2001 beginnen. MAN-Vorstandschef Rudolf Rupprecht nannte diesen Termin am Freitag vor den Aktionären in München. Voraussetzung für den Rückkauf ist neben der Genehmigung durch die Aktionäre ein Beschluss des Aufsichtsrats und ein Abstand von mehr als 20 % zwischen dem Aktienkurs der Stamm- und der Vorzugsaktien. Mit dem Programm will MAN den Anteil der von den Märkten ungeliebten Vorzüge reduzieren, der zurzeit bei 28,5 % liegt. Zeitweise betrug der Abstand 40 %, zuletzt schrumpfte er auf etwas über 20 % zusammen.

Rupprecht bekräftigte das Ziel des Konzerns, im laufenden Rumpfgeschäftsjahr 2000 (Juli bis Dezember) den Vorsteuergewinn um rund 15 % auf etwa 260 (Vorjahr: 228) Mill. Euro zu steigern. Umsatz und Ordereingang sollten jeweils um mindestens 15 % wachsen. In den ersten fünf Monaten des Rumpfjahres kletterte der Umsatz den Angaben zufolge um 17 % auf 5,595 (4,766) Mrd. Euro. Gleichzeitig gingen um 20 % mehr Aufträge im Volumen von 6,376 (5,310) Mrd. Euro ein. MJit Blick auf 2001 sagte Rupprecht laut Redetext, MAN erwarte "für Auftragseingang und Umsatz eine positive Entwicklung". In der zweiten Jahreshälfte sei eine Abschwächung der Branchenkonjunktur denkbar.

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