Hauptversammlung
Ford verbreitet gute Stimmung

Ford-Konzernchef Bill Ford Jr. hat sich auf der Hauptversammlung der Ford Motor Company in Dearborn (Michigan) optimistisch zu den Zukunftsaussichten der zweitgrößten Autokonzerns der Welt geäußert. Das Aktionärstreffen fand genau hundert Jahre nach der Gründung des Unternehmens statt.

HB/dpa DEARBORN. Der Konzern war am 16. Juni 1903 von Henry Ford gegründet worden, dem Urgroßvater des jetzigen Ford-Chefs. Die Hauptversammlung folgte mehrtägigen Jubiläumsfeiern in Dearborn, an denen sich hunderttausende Besucher beteiligt hatten.

Das Aktionärstreffen fand vor dem Hintergrund brutaler US- Preiskämpfe, eines schwierigen europäischen Automarktes und steigender Milliardenausgaben für Betriebspensionen und die Krankenkassen der Ford-Betriebsrentner statt.

Die Aktionäre lehnten mit sehr großen Mehrheiten Vorschläge ab, die sich auf die Bezüge der Ford-Manager, die Nominierung und Wahl von Verwaltungsratsmitgliedern und auf Bildung eines Verwaltungsrats- Ausschusses bezogen, der Interessenkonflikte der Ford-Familie mit denen anderer Aktionäre beurteilen sollte.

Der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende Carl E. Reichard (71) tritt von diesem Posten zurück, doch bleibt er Mitglied des Aufsichtsgremiums. Reichardt, ein ehemaliger Banker, hatte die Finanztochter Ford Credit wieder auf Vordermann gebracht, so dass sie inzwischen wieder sehr gut verdient. Er ist langjähriges Mitglied des Verwaltungsrates und war im Oktober 2001 auf Wunsch von Bill Ford stellvertretender Vorsitzender geworden.

Ford hatte von seinem Vorgänger Jacques Nasser ein Unternehmen übernommen, das in den vergangenen zwei Jahren Verluste von 6,4 Milliarden Dollar verbucht hatte. Er verwies aber auf Kostensenkungen in Milliardenhöhe und die guten Ergebnisse des ersten Quartals 2003.

Der Konzernchef hob auch hervor, dass Ford in diesem Jahr seine Qualität bereits um fünf Prozent und im Jahr 2002 um zwölf Prozent verbessert habe. Ford geht für 2003 von einer leichten Marktanteilerhöhung aus. Ford will mit Hilfe neuer Modelle den Umschwung weiter vorantreiben.

Die Ford-Aktien waren am Montag um 2,4 Prozent auf 11,23 Dollar gestiegen gegenüber einem Zwölfmonatstief von 6,58 Dollar. "Unser Ziel ist es, in den nächsten 100 Jahren noch größere Auswirkungen auf das Leben der Menschen zu haben", betonte Ford. Das Unternehmen rechnet damit, dass das Gewinnziel von 70 Cent je Aktie für dieses Jahr erreicht wird, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag in seiner Onlineausgabe.

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