Hauptversammlung im Mai
Schutzvereinigung verweigert Endemann-Vorstand Entlastung

Entsprechende Gegenanträge seien fristgerecht bei der Gesellschaft eingereicht worden, teilte die DSW am Donnerstag mit.

vwd DÜSSELDORF. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) will dem Vorstand der Endemann Internet AG, Neuss, bei der Hauptversammlung am 17. Mai die Entlastung verweigern. Entsprechende Gegenanträge seien fristgerecht bei der Gesellschaft eingereicht worden, teilte die DSW am Donnerstag mit. Die Aktionäre des Unternehmens hätten in der Vergangenheit "unerträgliche, nicht allein auf die allgemeine Börsensituation zurückzuführende Verluste ihres investierten Kapitals" hinnehmen müssen, begründete die DSW ihre Absicht.

Endemann hatte im vergangenen Jahr einen Teil des Erlöses aus dem Börsengang in Aktien investiert, um aus dem erwarteten Gewinn die geplanten Kosten für Werbung zu finanzieren. Doch musste das Unternehmen empfindliche Verluste hinnehmen und seine Ergebniserwartung für 2000 korrigieren: Statt eines angekündigten Vorsteuergewinns von zehn Mill. DM schrieb Endemann Verluste von 6,94 Mill. DM, worauf der Aktienkurs von knapp sieben Euro (Ende Oktober) auf rund zwei Euro (Ende März) einbrach. Trotzdem dürfte dem Vorstand die Entlastung sicher sein: Allein dem Vorsitzenden Ingo Endemann gehören 48 % des Aktienkapitals, im Streubesitz sind 40 %.

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