Hauptversammlung wandelt Bank in AG um
Neustart für die Schmidt-Bank

Mit einem Kapitalschnitt auf Null und der anschließenden Ausgabe neuer Aktien im Wert von 249 Mill. ? hat ein Bankenkonsortium einen weiteren Schritt zur Rettung der schwer angeschlagenen Schmidt-Bank unternommen.

dpa HOF/SAALE. Zuvor hatten die neuen Eigner zusammen mit dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken 1,143 Mrd. ? aufgebracht, um eine drohende Insolvenz abzuwenden.

Die Verluste der 1827 gegründeten Schmidt-Bank GmbH & Co KGaA (Hof/Saale) hatten sich auf 1,276 Mrd. ? summiert. Die Hauptversammlung beschloss heute in Hof außerdem die Umwandlung der Bank in eine Aktiengesellschaft und verweigerte dem persönlich haftenden Gesellschafter Karl Gerhard Schmidt die Entlastung. Gegen den früheren Bankchef ermittelt auch die Staatsanwaltschaft.

Mit den einschneidenden Maßnahmen wollen die neuen Eigner die Überschuldung der Bank beseitigen und der neuen Schmidt-Bank wieder eine ausreichende Liquidität verschaffen. "Die Bank hat dank des Restrukturierungskonzeptes wieder eine Zukunft", sagte Vorstandschef Paul Wieandt. Harte Einschnitte insbesondere beim Personal - 800 der rund 2000 Arbeitsplätze werden abgebaut - seien unvermeidlich. 50 der 120 Filialen in Bayern, Sachsen und Thüringen sollen geschlossen werden.

Ziel sei es, wieder zu einem annähernd ausgeglichenen operativen Ergebnis zu kommen, betonte Wieandt. Dies werde frühestens im Jahr 2005 der Fall sein. "Dass die Schmidt-Bank heute noch existiert, ist einer in der Bundesrepublik einmaligen Stützungsaktion zu verdanken", sagte Aufsichtsratschef Jürgen Bilstein. Die Aufarbeitung der Ursachen für die Schieflage habe erst begonnen.

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