Hauptversammlungen bei Lufthansa und Metro - Beide Aktienwerte auf der Gewinnerseite
Infineon reißt deutschen Aktienmarkt in die Verlustzone

Eine Gewinnwarnung des Münchner Chipherstellers Infineon hat dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch übel mitgespielt. Lediglich die besser als erwartet ausgefallenen Frühindikatoren in den USA beflügelten die Stimmung am Nachmittag etwas. Auch die daraus resultierende gute Stimmung an den US-Börsen päppelte den Deutschen Aktienindex wieder etwas auf.

ddp-vwd. FRANKFURT/M. Der Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,78 Prozent bei 5 876,04 Punkten. Deutlich stärker erwischte es die Wachstumswerte. Der Nemax-50-Index büßte 3,76 Prozent auf 1 422,26 Punkte ein. Der MDAX der Nebenwerte verlor 0,76 Prozent auf 4 752,40 Zähler. Die Wall Street tendierte gegen 20.00 Uhr behauptet. Der Dow-Jones-Index lag mit 10 596 Punkten annähernd beim Vortagessschluss. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index gab 0,13 Prozent auf 1 990,12 Punkte nach.

Knapp behauptet bei 0,8515 Dollar ging der Euro aus dem europäischen Geschäft. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte den Referenzkurs am Mittag mit 0,8513 US-Dollar fest. Das waren 0,0050 Dollar weniger als am Dienstag. Ein Dollar verteuerte sich damit im Vergleich zur Mark von 2,2840 auf 2,2975 DM.



Im Blickpunkt der Anleger standen am Mittwoch die Aktien von Infineon. Die Siemens-Tochter hatte am Morgen bekannt gegeben, dass sie im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 30 Prozent erwarte. Zudem rechne man mit einem Verlust vor Steuern und Zinsen von bis zu 600 Millionen Euro (1,17 Milliarden Mark), hieß es. Auch für das Gesamtjahr seien rote Zahlen nicht auszuschließen, betonte Vorstandsvorsitzender Ulrich Schumacher. Infineon mussten daraufhin kräftig Federn lassen. Zum Handelsschluss Uhr notierten sie bei 29,95 Euro (-14,3 Prozent). Auch die anderen Titel der Siemens-Familie rutschten ab: Siemens verloren 4,22 Prozent auf 71,45 Euro und Epcos 3,39 Prozent auf 63,30 Euro.



Lufthansa

verloren am Tage der Hauptversammlung 3,14 Prozent auf 18,84 Euro. Analysten vermuten, dass die jüngste Gewinnwarnung des Konzerns nicht nur auf den Piloten-Gehälterstreit zurückzuführen sei. Da auch die Wettbewerber derzeit Kursverluste einbüßten, dürfte es auch an ökonomischen Schwierigkeiten liegen, hieß es auf dem Parkett. Auf der Gewinnerseite standen dagegen Metro, die um 2,92 Prozent auf 43,05 Euro zulegten. Der Handelskonzern hält trotz der eingetrübten Konjunkturperspektiven an seinen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr fest. Ebenfalls gefragt waren Deutsche Telekom (+1,55 Prozent auf 24,26 Euro) und Schering (+1,12 Prozent auf 64,21 Euro).

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