Hauptzielgruppe ist zwischen 30 und 40 Jahren alt
Der BMW Online-Auftritt

Ist das Traumauto unter www.bmw.de individuell zusammengestellt, erhält der potenzielle Käufer eine Auflistung aller Kommunikationswege: Postanschrift, Telefon, Homepage, Fax und E-Mail.

Der Kontakt zum BMW-Händler - ist die Rubrik erst einmal unter dem Begriff "Network" gefunden - fällt leicht. Ist das Traumauto unter www.bmw.de individuell zusammengestellt, erhält der potenzielle Käufer eine Auflistung aller Kommunikationswege: Postanschrift, Telefon, Homepage, Fax und E-Mail. "Von unseren Händlern wissen wir, dass mittlerweile viele Kunden kommen, die sich vorher online informiert haben", sagt Martina Wimmer, BMW-Sprecherin für neue Medien. "Auf den Internet-Seiten unseres Konfigurators registrieren wir 8 500 Anwendersitzungen pro Tag." Die Kunden, die Hauptzielgruppe ist zwischen 30 und 40 Jahren alt, sollen sich im Internet optimal auf den Kauf vorbereiten können.

Im Testlabor der Feldmann Media Group in Düsseldorf fiel der erste Zugriff auf die Web-Seite des Automobilherstellers allerdings für viele Teilnehmer enttäuschend aus. "Unübersichtlich und nicht klar strukturiert", urteilten die Tester. Als "zu düster" und "sehr gewöhnungsbedürftig" bezeichneten sie den schwarzen Hintergrund der Startseite des Konfigurators.

Deutliche Anfangsschwierigkeiten traten auch im Navigationskonzept auf. So erwarteten die meisten, dass nach der Modellauswahl durch das Anklicken der Schaltfläche eine weiterführende Aktion ausgelöst werde - doch nichts geschah. Bis sie den außerhalb des Blickfeldes gelegenen "Weiter"-Button entdeckt hatten, vergingen oft ratlose Minuten mit orientierungslos ausgeführten Mausklicks.

Wer das anfänglich schwer verständliche Prinzip dann aber durchschaut hatte, konnte im Folgenden auf die eindeutige Benutzerführung über die "Vor-" und "Zurück-" Schaltflächen vertrauen. Wie auch Audi und Mercedes kassierte BMW Pluspunkte dafür, dass der aktuelle Preis je nach Ausstattungswahl immer deutlich sichtbar vom Bildschirm abzulesen war.

Und dennoch: Ihre Kritik an der technischen und grafischen Umsetzung des Auto-Konfigurators äußerten die Test-Teilnehmer am stärksten bei BMW. Das ausgesuchte Traumauto werde nur unzureichend abgebildet, es fehlten grafische und inhaltliche Informationen zur Serien- und Sonderausstattung. Nur sehr schwer wurden die in der Mitte platzierten Scroll-Leisten zum Verschieben der Seite wahrgenommen - Schuld daran waren die geringen Farbkontraste. Unklar war vielen Teilnehmern auch das Ende des Konfigurators - mit einem Mal gab es keinen "Weiter"-Button mehr. Erwartet hatten die meisten an dieser Stelle aber eine Liste mit allen Details des individuell zusammengestellten Wagens.

Mitarbeitergruppen und Marktforscher testen bei BMW in regelmäßigen Abständen den Konfigurator. "Er wird von uns und der Online-Agentur Popnet stetig überarbeitet", sagt Sprecherin Wimmer. Zudem soll in rund zwei Monaten die Marke Mini mit einem eigenen Auftritt an den Start gehen.swe.

Simone Wermelskirchen
Simone Wermelskirchen
Handelsblatt / Redakteurin
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