Hausärzte sollen gestärkt werden
Schmidt möchte Renteneintritt an Lebensarbeitszeit koppeln

Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, den Beginn der Rente künftig von der Lebensarbeitszeit abhängig zu machen. "Wer später anfängt, soll länger arbeiten", sagte Schmidt der Wochenzeitung "Die Zeit" in einem am Dienstag vorab verbreiteten Interview.

Reuters BERLIN. Sie forderte die Rürup-Kommission zur Reform der sozialen Sicherungssysteme auf, entsprechende Vorschläge zu erarbeiten. Schmidt unterstützt mit ihrem Vorstoß eine Initiative des DGB, der sich schon vor einigen Tagen dafür stark gemacht hatte, den gesetzlichen Renteneintritt an die Versicherungszeiten zu koppeln. Schmidt und der DGB lehnen den den Vorschlag des Kommissionsvorsitzenden Bert Rürup ab, das gesetzlichen Renteneintrittsalter generell von derzeit 65 auf 67 Jahre anzuheben. Der Bundesverband der deutschen Industrie sicherte der Regierung Unterstützung bei den angekündigten Reformen der Sozialversicherungen zu.

Schmidt will Hausärzte stärken

Die Rürup-Kommission soll bis zum kommenden Herbst Vorschläge machen, wie die Not leidenden deutschen Sozialsysteme langfristig finanzierbar gemacht werden können. Für das Gesundheitssystem kündigte Schmidt an, Anreize für ein sparsameres Verhalten der Patienten zu schaffen: "Wir wollen das so regeln, dass alle Versicherten, die bei Krankheit grundsätzlich zuerst ihren Hausarzt konsultieren, zu Medikamenten und Krankenhausaufenthalten weniger beisteuern müssen." Schmidt hat bereits für das Frühjahr eine Gesundheitsreform angekündigt, die sich insbesondere mit der Ausgabenseite des Systems beschäftigen soll. Die Ministerin sagte, sie wolle dazu unmittelbar nach den Landtagswahlen im Februar Gespräche mit der Union aufnehmen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%