Hausarztsystem geplant
Grüne wollen mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen

Zwischen Ärzten und Krankenhäusern soll es mehr Wettbewerb geben. So wollen die Grünen die Kosten im Gesundheitswesen senken.

ddp BERLIN. Die Grünen wollen mit mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen die Kosten deutlich senken. Die Grünen-Sozialexpertin Katrin Göring-Eckardt sagte am Freitag im Deutschlandfunk, die Koalitionspartner seien sich einig, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) reformiert werden müsse. Ihre Partei plädiere für mehr Wettbewerb zwischen Ärzten sowie auch zwischen Krankenhäusern. Die Kassen sollten die Möglichkeiten bekommen, mit einzelnen Ärzten, Ärztegruppen oder auch einzelnen Krankenhäusern Verträge abzuschließen.

Geplant sei überdies, die Versicherungspflichtgrenze heraufzusetzen und auf diese Weise mehr Menschen in die solidarische Krankenversicherung einzubeziehen. Dies solle jedoch nur für Berufsanfänger gelten, betonte Göring-Eckardt. Die Grünen wollten außerdem erreichen, dass sich Krankenversicherungen stärker spezialisieren könnten auf Behandlungen innerhalb des Leistungskataloges, etwa auf Allergien mit Kindern. Dieser Punkt sei allerdings noch strittig mit der SPD, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion.

Göring-Eckardt betonte, das hohe Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung zwinge zu weiteren Einsparungen. Dazu könne das Hausarzt-System beitragen. Ferner müssten Einsparmöglichkeiten bei Arzneimitteln überprüft werden. Sie gehe derzeit von stabilen Beiträgen 2003 aus. Mittelfristig sollte eine Senkung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung möglich sein.

SPD und Grüne beraten an diesem Freitag bei ihren Koalitionsverhandlungen in Berlin über die Grundzüge einer Gesundheitsreform.

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