"Hausgemachte Probleme"
LTU-Belegschaft ist erleichtert über vorläufige Rettung

Die Belegschaft des Ferienfliegers LTU hat die vorläufige Rettung der Fluggesellschaft mit großer Erleichterung aufgenommen. "Jetzt sind wir erstmal für einige Zeit aus dem Schneider", sagte der LTU-Betriebsratsvorsitzende Rolf Wagner am Montag in Düsseldorf.

dpa-afx DÜSSELDORF. Hätte es am Wochenende keine Einigung gegeben, wäre "alles vorbei gewesen", betonte Wagner. Bei einem Krisentreffen war das Überleben des Unternehmens vorerst gesichert worden. Dazu hatte vor allem die Bereitschaft der Stadtsparkasse Düsseldorf beigetragen, die bisher von der Swissair gehaltenen LTU-Anteile von 49,9 % treuhänderisch zu übernehmen, bis Investoren gewonnen sind. Die LTU war vor allem durch die Insolvenz ihres bislang größten Aktionärs Swissair in die Krise geraten.

Betriebsrat: "Erste Hürde" genommen

Angesichts der weiter andauernden Suche nach einem Investor räumte Wagner ein, jetzt sei "die erste Hürde" für LTU genommen worden. Nun gehöre auch ein "bisschen Glück" dazu. Der Betriebsrats-Chef verwies auf die Krise der gesamten Luftfahrtbranche nach den Terroranschlägen in den USA. Diese allgemeine Entwicklung komme zu den "hausgemachten Dingen" noch hinzu.

Zur vorläufigen Rettung der LTU International Airways trugen am Wochenende Zusagen des Großaktionärs Rewe und der nordrhein-westfälischen Landesregierung bei: Rewe will zusätzliches Eigenkapital zuschießen. Die Landesregierung sagte zu, sich mit einer Landesbürgschaft an der Rettung zu beteiligen. Zuvor hatte sich die LTU-Belegschaft bereit erklärt, durch Gehaltsverzicht das Überleben ihres Unternehmens zu sichern.

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