Haushalt und Zinsen
Kommentar: Vorsicht, Nebeneffekt!

Während sie in Berlin noch über dem Haushalt palavern, kann sich Hans Eichel einer Entlastung an anderer Front fast sicher sein. Die Zinsen sinken. Aber Vorsicht, die Tücke steckt im Detail.

Während sie in Berlin noch über dem Haushalt palavern, kann sich Hans Eichel einer Entlastung an anderer Front fast sicher sein. Die Zinsen sinken. Das ist jedenfalls das klare Signal der Europäischen Zentralbank, die sich morgen zur entscheidenden Sitzung treffen wird. Beobachter an den Märkten rechnen nunmehr fest mit einer Zinssenkung. Es bleibt die Frage, wie stark Duisenberg & Co. das europäische Geld verbilligen. Der vom Handelsblatt ins Leben gerufene Schattenrat rechnet mit einer Senkung um 0,5, die Märkte kalkulieren mit 0,25 Prozentpunkten. Für Eichel ist das bares Geld in der Kasse, denn der Schuldendienst - mittlerweile einer der signifikanten Posten im Bundeshaushalt - wird entsprechend billiger.

Der unangenehme Nebeneffekt: Billiges Geld mindert den Reformdruck. Von dieser Warte aus betrachtet, kann der Rat an die EZB nur lauten: Lasst die Zinsen, wo sie sind!

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