Hausratsversicherung trete für Mobiliar-Schäden nicht ein
Ansprüche von Mietern bei Hochwasser

So müssten Gebäude- und Wohnungsschäden durch eingedrungenes Hochwasser vom Eigentümer und Vermieter beseitigt werden. Auch für das Abpumpen des Wassers aus Kellern und Wohnungen und das Trockenlegen der Räume sei der Vermieter verantwortlich.

HB BERLIN. In Mietwohnungen müsse der Vermieter Schäden an mit vermieteten Gegenständen übernehmen, etwa Einbauküchen, Elektrogeräten oder Teppichböden. Auch für notwendig werdende Tapezier- und Malerarbeiten müsse der Vermieter aufkommen.

Schäden an sonstigen Einrichtungsgegenständen, am Mobiliar oder anderem Eigentum des Mieters müsse dieser selbst beseitigen und auch bezahlen. Die Hausratsversicherung trete für diese Schäden nicht ein. Versichert seien im Regelfall nur Leitungswasserschäden beziehungsweise Schäden auf Grund eines Wasserrohrbruchs.

Hochwasserschäden seien nur versichert, wenn die Versicherung Elementarschäden einschließe oder hierfür eine Extrapolice abgeschlossen wurde. Der DMB wies darauf hin, dass alte DDR- Hausratsversicherungen noch diesen Schutz vor Elementarschäden beinhalten. Versichert sei nur, wer diese Versicherung jetzt noch unverändert hat.

So lange die Wohnung auf Grund des Hochwassers nur eingeschränkt nutzbar sei, habe der Mieter auch das Recht zur Mietminderung. Wenn die Wohnung vollständig unter Wasser stehe, sei sie unbewohnbar und die Miete könne um 100 % gekürzt werden. Im Extremfall, etwa bei drohenden Gesundheitsgefährdungen, wenn beispielsweise über längere Zeit Schlamm und Fäkalien in der Wohnung stehen, habe der Mieter sogar das Recht, das Mietverhältnis fristlos zu kündigen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%