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Hbos zieht sich aus Übernahmekampf um Abbey National zurück

Die viertgrößte britische Bank Hbos ist auch nach ihrem Rückzug aus der Übernahmeschlacht um die Abbey National Bank weiter an Akquisitionen interessiert. "Wir werden nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten", sagte der Vorstandschef von Hbos, James Crosby, am Mittwoch in London der Nachrichtenagentur AFX.

dpa-afx LONDON. Die viertgrößte britische Bank Hbos ist auch nach ihrem Rückzug aus der Übernahmeschlacht um die Abbey National Bank weiter an Akquisitionen interessiert. "Wir werden nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten", sagte der Vorstandschef von Hbos, James Crosby, am Mittwoch in London der Nachrichtenagentur AFX.

Dabei seien auch Übernahmen im Ausland möglich, sagte Crosby weiter. In Großbritannien seien die Chancen begrenzt, einen ähnlich attraktiven Kandidaten wie Abbey National zu finden. Die möglichen Synergieeffekte hätten Abbey besonders interessant gemacht. "Ich glaube nicht, dass es in Großbritannien etwas ähnliches gibt." Die Übernahme kleinerer Banken schloss Crosby aus. Aufwand und Nutzen stünden in keinem Verhältnis.

Die Chancen und Risiken einer Akquisition der Abbey National seien sorgfältig abgewogen worden, sagte Crosby. Schließlich habe sich Hbos dafür entschieden, aus dem Bieterkampf auszusteigen. Ein Mehrwert für die Aktionäre sei nicht mehr erkennbar gewesen. "Wir waren nicht bereit, zu viel zu zahlen." Hbos werde aber auch ohne Übernahmen in den kommenden Jahren "fantastisch" wachsen. Vorbild sei das Wachstum der vergangenen drei Jahre.

Hbos Will Kein Angebot FÜR Abbey Abgeben - WEG Frei FÜR Banco Santander

Hbos hatte sich am Mittwoch ausdem milliardenschweren Übernahmekampf um die angeschlagene Bank Abbey National zurückgezogen. Damit ist nach Einschätzung von Analysten der Weg für die spanische Bank Santander Central Hispano (SCH) frei. Die spanische Bank soll ein Angebot im Wert von 8,9 Mrd. Pfund (13,1 Mrd Euro) für Abbey National vorgelegt haben.

In der Londoner City war spekuliert worden, dass Hbos ein Angebot zur "feindlichen Übernahme" von Abbey National in Höhe von zehn Mrd. Pfund machen würde. Allerdings wäre dies dann ein Fall für die britischen Wettbewerbsbehörden gewesen. Hbos ist Eigner der Bank of Scotland (BoS) und der Halifax-Bank. Dazu wollte Crosby keine Stellungnahme abgeben.

Mit der bisher größten grenzübergreifenden Bankenübernahme in Europa entstünde nach Angaben der SCH die nach Marktkapitalisierung weltweit zehntgrößte Bank. Die EU-Kommission wollte nach Berichten aus Brüssel keine Einwände gegen eine Übernahme von Abbey National durch die spanische Bank erheben. Die EU-Behörde hat bis zum 17. September Zeit für eine endgültige Entscheidung.

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