HBV kündigte Streiks in Bayern an.
Arbeitgeber rücken von Tarifabschlüssen im Einzelhandel ab

Hauptverband des Deutschen Einzelhandels forderte die Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saarland auf, bereits erzielte Abschlüsse zurückzuziehen.

vwd/AP BERLIN. Der Tarifkonflikt im Einzelhandel spitzt sich zu. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) forderte die Landesverbände in Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf, die dort bereits erzielten Abschlüsse zurückzuziehen. Das bestätigte ein HDE-Sprecher am Montag in Berlin. In Bayern wurden die Tarifverhandlungen ohne Ergebnis auf den 13. Juli vertagt, die Gewerkschaft HBV kündigte Streiks an. Der HDE-Tarifexperte Günther Wassmann erläuterte, die Abschlüsse seien ein Verstoß gegen die Tarifkoordinierung und nicht mit den anderen Landesverbänden abgesprochen. Er zeigte sich überzeugt, dass die betroffenen Verbände der Aufforderung Folge leisten werden.

HBV und DAG im Saarland erklärten, die Arbeitgeber im Saarland wollten der Aufforderung des Hauptverbandes Folge leisten. Die Gewerkschaften würden am Donnerstag über Konsequenzen beraten. Die Tarifabschlüsse sahen Lohn- und Gehaltserhöhungen um 2,5 % und eine Anhebung der vermögenswirksamen Leistungen vor. Die Arbeitgeber warnten davor, die Lage zu dramatisieren. "Die Gewerkschaften sprechen von 'abgebrochenen Verhandlungen'. Ganz so arg ist es nicht", sagte eine Sprecherin des Verbandes des bayerischen Einzelhandels. Schließlich sei ein neuer Termin vereinbart worden.



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