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Heftige Diskussion um drittes Auto

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat mit seinem Vorschlag, künftig drei Autos pro Team einzusetzen, eine heftige Diskussion ausgelöst. „Ich glaube nicht, dass drei Autos eine langfristige Lösung sind“, sagte der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, Max Mosley.

dpa SCHANGHAI. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat mit seinem Vorschlag, künftig drei Autos pro Team einzusetzen, eine heftige Diskussion ausgelöst. "Ich glaube nicht, dass drei Autos eine langfristige Lösung sind", sagte der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, Max Mosley.

Ferrari-Chef Luca di Montezemolo sprach sich ebenfalls gegen Ecclestones Idee aus: "Am Ende hätten wir leider höhere Ausgaben, bei gleich bleibenden Einnahmen. Das ist so, als wenn ein Zirkus, wenn ihm ein Schimpanse fehlt, drei bis vier andere holt, um die Vorstellungen machen zu können", sagte er der "La Gazzetta dello Sport".

Ecclestones Vorschlag ist eine Reaktion auf den Rückzug von Ford aus der Formel 1 und das dadurch bedingte Aus für den Jaguar- Rennstall. Durch die Ford-Entscheidung sind auch die "Hinterbänkler- Teams" von Jordan und Minardi in ihrer Existenz gefährdet. Sie beziehen ihre Motoren von der Ford-Tochter Cosworth, die wie das Jaguar-Team zum Verkauf steht.

Sollten im kommenden Jahr weniger als zehn Rennställe antreten, hätte dies weit reichende Folgen. Laut "Concorde Agreement" müssen mindestens 20 Autos bei den Rennen am Start sein. "Wenn die Top-Teams mit drei Wagen fahren, haben wir plötzlich 20 konkurrenzfähige Autos", wiederholte Ecclestone seine Idee vor der Grand-Prix-Premiere in China. Der 73-jährige Brite wollte von einer Krise nach dem Ford-Beschluss nichts wissen: "Die Marke Formel 1 ist stark genug, um all die Dinge zu überleben. Sie wird sogar besser dadurch werden."

Ecclestone betonte, es werde für Minardi und Jordan nicht leicht zu überleben. "Er hat nicht das Recht, dies zu sagen. Minardi wird 2005 im ersten Rennen in Melbourne dabei sein", widersprach Minardi- Teamchef Paul Stoddart. Notfalls wolle er mit einem eigenen Motor antreten. Auch Eddie Jordan kündigte an, kämpfen zu wollen. Jaguar- Teamchef Tony Purnell hofft weiter, einen Käufer für seinen Rennstall zu finden. "Wir haben mehrere Interessenten", versicherte er. Die offizielle Meldefrist für die neue Saison endet am 15. November.

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