Heftige Feuergefechte
Neun Tote bei israelischem Vorstoß in Gaza-Streifen

Bei einem Vorstoß israelischer Truppen in den Gaza-Streifen sind Augenzeugen und Ärzten zufolge mindestens neun Palästinenser getötet und Dutzende verletzt worden.

rtr GAZA-STADT. Mehr als zwei Dutzend israelische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge rückten Anwohnern zufolge in der Nacht zum Montag in die Region um El Amal westlich von Chan Junis vor. Auch Hubschrauber seien im Einsatz gewesen. Zwischen Armee und bewaffneten Palästinensern brach ein Feuergefecht aus. Als die Einheiten sich nach mehreren Stunden wieder zurückgezogen hätten, habe ein Kampfhubschrauber eine Rakete abgefeuert, die in der Nähe einer Gruppe Palästinenser eingeschlagen sei, die aus Schutzräumen in ihre Häuser zurückkehrten, berichteten Augenzeugen und Sanitäter.

Ein Arzt des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis sagte, zwei Menschen seien bei dem Feuergefecht ums Leben gekommen, mindestens sieben durch den Raketeneinschlag.

In israelischen Militärkreisen wurde ein Einsatz in der Region bestätigt, es wurden aber keine Einzelheiten genannt. Zuvor hatte das Militär mitgeteilt, radikale Palästinenser hätten eine Rakete auf eine nahe gelegene jüdische Siedlung abgefeuert.

Am Montag soll sich der EU-Außenpolitik-Koordinator Javier Solana mit Palästinenser-Präsident Jassir Arafat treffen. Am Sonntag hatte Solana mit Israels Verteidigungsminister Binyamin Ben-Elieser und Außenminister Schimon Peres gesprochen. Einzelheiten der Treffen in Jerusalem wurden nicht bekannt. Auch der US-Nahostbeauftragte William Burns wird in der Region erwartet. Bei dem seit September 2000 anhaltenden Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung sind mindestens 1584 Palästinenser und 602 Israelis ums Leben gekommen.

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