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Heftige Gewitter über OstdeutschlandDPA-Datum: 2004-07-21 07:14:24

Hamburg (dpa) - Heftige Gewitter mit kräftigem Regen und Sturm haben am Dienstagabend in Teilen Ostdeutschlands Schäden angerichtet. Betroffen waren nach Angaben von Polizei und Feuerwehr vor allem Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen

Hamburg (dpa) - Heftige Gewitter mit kräftigem Regen und Sturm haben am Dienstagabend in Teilen Ostdeutschlands Schäden angerichtet. Betroffen waren nach Angaben von Polizei und Feuerwehr vor allem Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen

Stellenweise kam es durch Blitzeinschläge zu Bränden. Meist hatten die Einsatzkräfte aber mit den Folgen starker Regenfälle zu kämpfen. An einigen Orten fielen nach Angaben des Wetterdienstes meteomedia mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter.

In Berlin gerieten in den Stadtteilen Zehlendorf und Spandau zwei Gebäude vermutlich durch Blitzeinschläge in Brand, wie die Feuerwehr mitteilte. In Charlottenburg, Wilmersdorf und Moabit mussten etliche mit Wasser voll gelaufene Keller und Erdgeschosswohnungen leergepumpt werden. Äste fielen auf Straßen, einige Bäume knickten um. Mehrere Ampeln waren gestört. Verletzte gab es nach ersten Behördenangaben nicht.

Insgesamt registrierte die Berliner Feuerwehr mehr als 120 Wasserschäden und rund drei Dutzend umgestürzte Bäume. «Die starken Regenfälle haben uns am meisten zu schaffen gemacht», sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Für rund eine Stunde wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Neben 600 Berufsfeuerleuten waren rund weitere 100 Kräfte Freiwilliger Feuerwehren im Einsatz. Den Sachschaden bezifferte der Sprecher auf mehrere 100 000 Euro.

In der brandenburgischen Prignitz stürzten am Abend einige Bäume um. In Potsdam brannte nach einem Blitzeinschlag der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses aus. Auch hier schaffte die Feuerwehr umgeknickte Bäume beiseite und pumpte überschwemmte Keller leer. Ähnlich sah es im Raum Frankfurt/Oder aus. Auf der A 11 hatten Autofahrer wegen des starken Regens mit Aquaplaning zu kämpfen. Unfälle wurden hier zunächst nicht registriert.

Im thüringischen Eisenberg schlug ein Blitz in direkter Nähe eines Menschen ein, der daraufhin Kreislaufprobleme bekam, wie die Rettungsleitstelle in Jena mitteilte. Im Raum Jena waren pausenlos Hilfskräfte im Einsatz, weil die Wassermassen Keller überfluteten. Umgestürzte Bäume behinderten den Verkehr in weiten Teilen des Landes. Nahe Sonneberg ging eine Gerölllawine nieder, Steinbrocken landeten auf der Straße. Ein Gebäude im Ort Bürgel (Saale-Holzland- Kreis) geriet in Brand.

In Sachsen kam es zu Verkehrsbehinderungen. In Leipzig mussten nach Polizeiangaben nach den starken Niederschlägen Straßen und Unterführungen wegen Überflutung gesperrt werden. In mehreren Fällen saßen Autos im Wasser fest. Durch die heftigen Windböen stürzten auch Bäume auf Fahrbahnen. Die Autobahn A 14 bei Leipzig musste deshalb kurzzeitig gesperrt werden. Auch auf der Staatsstraße 223 bei Freiberg wurde der Verkehr durch einen umgefallenen Baum behindert. In Pirna (Kreis Sächsische Schweiz) brannte nach einem Blitzeinschlag der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses. Die Flammen konnten aber rasch gelöscht werden.

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