Heftige Kämpfe im Gange
US-Soldaten 160 Kilometer vor Bagdad

Zwischen Einheiten der irakischen Armee und US-Soldaten ist es 160 Kilometer südlich von Bagdad zu Kämpfen gekommen. Das berichtete der britische Sender BBC am Samstag unter Berufung auf das irakische Fernsehen.

HB/dpa/rtr BAGDAD/KUWAIT-STADT. Bei den Kämpfen in der Wüste um die Ortschaft Nadschaf sei auch ein regionaler Chef der regierenden Baath-Partei ums Leben gekommen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Reporter der britischen Sender BBC, Sky News und ITV meldeten, die alliierten Streitkräfte stießen bei ihrem Vormarsch auf stärkeren Widerstand, als sie erwartet hätten. So seien in der Hafenstadt Umm Kasr - deren Einnahme schon am Donnerstagabend gemeldet worden war - noch immer heftige Kämpfe im Gange. Als Zivilisten verkleidete irakische Soldaten leisteten dort "hartnäckigen Widerstand", berichtete eine Reporterin von Sky News.

Widerstand auf halbem Weg nach Bagdad

Reuters-Korrespondent Luke Baker berichtete am frühen Sonntagmorgen von einem Gefecht rund 70 Kilometer südöstlich der Stadt Nadschaf. "Die Gefechte dauern jetzt rund zwei Stunden", sagte Baker, der die dritte US-Infanterie-Division begleitet. Es handelte sich um die am nächsten an Bagdad herangetragenen Gefechte seit Beginn des Irak-Kriegs am Donnerstag. Nadschaf liegt rund 160 Kilometer südlich von Bagdad.

Nach US-Militärangaben nahmen US-Einheiten rund 375 Kilometer südöstlich von Bagdad bei Nassirija eine strategisch wichtige Brücke über den Euphrat ein. Der irakische Informationsminister Mohammed Saeed el Sahaf sagte jedoch, die Gefechte bei Nassirija hielten an.

Die britische Nachrichtenagentur PA meldete unter Berufung auf "Militärquellen", britische Streitkräfte errichteten derzeit eine ganze Reihe von Lagern für Kriegsgefangene. Nach einem BBC-Bericht werden die bisher gefangen genommenen irakischen Soldaten von den britischen Truppen mit ärztlicher Hilfe und Essen versorgt. Nach US- Angaben wurden bislang bis zu 2000 irakische Soldaten gefangenen genommen.

Die irakische Hauptstadt Bagdad war am Samstagabend erneut unter heftigen Beschuss geraten. In Teilen der Stadt fiel daraufhin die Stromversorgung aus. Detonationen wurden auch der nordirakischen Stadt Mosul und in der Umgebung des südirakische Stadt Basra gemeldet.

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