Heftige Kurskorrekturen an den Börsen
Fondsvermögen der Deka-Bank im Rückwärtsgang

Die Fondsgesellschaft der Sparkassen Deka-Bank hat im vergangenen Jahr kräftig unter der Börsenflaute gelitten und einen deutlichen Rückgang der Nettomittelaufkommen verbucht. Für das laufende Jahr zeigte sich die Fondsgesellschaft jedoch verhalten optimistisch.

Reuters FRANKFURT. Das Nettomittelaufkommen sei auf 7,5 Milliarden Euro von 12,5 Milliarden Euro im Vorjahr zurückgegangen, sagte Deka-Bank-Chef Axel Weber. Bedingt durch die teilweise heftigen Kurskorrekturen an den Börsen der zurückliegenden Monate sei das im Konzern verwaltete Fondsvermögen zum Jahresultimo 2002 auf 122,1 Milliarden Euro von 133,5 Milliarden Euro gesunken. Neben dem Neugeschäft beinhaltet die komplette Absatzleistung der Sparkassen weitere 2,3 Milliarden Euro aus dem Verkauf von Kooperationsfonds der Deka-Bank. Folglich ergebe sich eine Gesamtvertriebsleistung von 9,8 Milliarden Euro.

Beim Neugeschäft mit Publikumsfonds habe sich die Deka dennoch den zweiten Platz in der deutschen Fondsbranche gesichert. Vor allem auf Grund der Absatzleistung der Sparkassen habe sich der Marktanteil beim Nettomittelaufkommen in dieser Kategorie auf 22,3 Prozent von 21,4 Prozent erhöht.

Bei den Wertpapierpublikumsfonds habe der Schwerpunkt der Anleger 2002 angesichts der schwachen Aktienmärkte auf sicherheitsorientierten Produkten wie Geldmarkt- und Rentenfonds gelegen, sagte Weber weiter. In diese Anlageklassen seien 3,2 Milliarden Euro investiert worden. Die Aktienfonds von Deka Invest verbuchten Nettomittelzuflüsse von rund 740 Millionen Euro nach einem Plus von zwei Milliarden Euro im Vorjahr.

Vom Volumen der Wertpapierpublikumsfonds in Höhe von insgesamt 60,8 Milliarden Euro seien 25,1 (Vorjahr: 39,9) Milliarden Euro auf Aktienfonds entfallen, 23,7 (21,7) Milliarden Euro auf Rentenfonds, elf (neun) Milliarden Euro auf Geldmarktfonds und wie im Vorjahr rund eine Milliarde Euro auf gemischte Fonds.

Das Volumen der Dachfonds betrug den Angaben zufolge zum Jahresultimo elf (Vorjahr: 13,3) Milliarden Euro, das Volumen der fondsgebundenen Vermögensverwaltung habe bei 8,1 (9,4) Milliarden Euro gelegen.

Insgesamt zeigte sich die Deka vorsichtig optimistisch für die weitere Entwicklung des Fondsgeschäftes. "Die internationalen Aktienmärkte sind jetzt in die Phase einer längerfristigen Bodenbildung eingetreten", sagte Jörg-Peter Lühmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Deka Investment. Sofern das Thema Irak wieder an Bedeutung verliere, gebe es eine Perspektive für eine schrittweise Erholung an den Börsen.

Die absatzstärkste Investmentgruppe war 2002 nach eigenen Angaben erstmals Union Investment, die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken. Die Publikums- und Spezialfonds hatten den Angaben zufolge im abgelaufenen Jahr einen Nettoabsatz von 11,7 Milliarden Euro verbucht. Dies entspricht dennoch einem Rückgang um 21,7 Prozent zum Vorjahr. Bei den Publikumsfonds hätten die neu angelegten Gelder in allen vier Kategorien, Aktien-, Renten-, Geldmarkt und offene Immobilienfonds die Abflüsse überstiegen.

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