Heftige Vorwürfe
Nordkorea nennt USA "Reich des Teufels"

Nordkorea hat die USA als "Reich des Teufels" bezeichnet und Präsident George W. Bush am Freitag vorgeworfen, eine angebliche Bedrohung durch Nordkorea zum Vorwand für die weitere Aufrüstung zu nehmen.

Reuters SEOUL. In einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA hieß es, die von den USA behauptete Bedrohung durch einige Länder sei nichts anderes als "ein schlauer Trick, um die gestiegenen Militärausgaben zu rechtfertigen". Das beweise, "dass die USA, dieses 'Reich des Teufels', eine schwere Bedrohung für den Frieden und die Stabilität in der Welt darstellen". Bush hatte in der vergangenen Woche in seiner Rede zur Lage der Nation Nordkorea, Iran und Irak als "Achse des Bösen" bezeichnet und ihnen vorgeworfen, nach Massenvernichtungswaffen zu streben.

Bush hatte zudem eine Erhöhung des Militärhaushaltes um 48 Mrd. $ für das kommende Jahr vorgeschlagen. Das wäre die größte Steigerung seit zwei Jahrzehnten. Bei KCNA hieß es dazu, die USA hätten bereits die größte Zahl Massenvernichtungswaffen in der Welt und wollten immer mehr. Zuvor hatte die kommunistische Regierung in Pjöngjang die Bemerkungen Bushs mit einer Kriegserklärung verglichen.

Der Streit zwischen den USA und Nordkorea beeinflusst auch Südkorea, das sich um einen Ausgleich mit seinem kommunistischen Nachbarn im Norden bemüht. Die zweitgrößte Gewerkschaft in Südkorea erklärte, Bushs Worte heizten die Atmosphäre auf und zielten auf größere Waffenverkäufe. Die Gewerkschaft KCTU wolle bei Bushs Besuch gegen seine Politik demonstrieren. Bush kommt am 19. Februar bei seiner Asien-Reise nach Seoul. Er besucht auch Japan und China.

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