Heftiger Gewinneinbruch bei Consol
RWE will US-Bergbautochter loswerden

Der Energiekonzern RWE wird sich möglicherweise von seiner von Gewinnrückgängen belasteten US-amerikanischen Bergbautochter Consol trennen. Gegenüber der amerikanischen Börsenaufsicht SEC habe man pflichtgemäß eine entsprechende Absichtserklärung abgegeben, teilte RWE am Montag in Essen mit.

Reuters ESSEN. Wann und in welcher Weise die Trennung erfolgen könnte, sei noch völlig offen. Das hänge unter anderem von den Marktbedingungen ab. Einen etwaigen Verkauf wolle man eng mit dem Management von Consol abstimmen. RWE hält über die Tochter Rheinbraun aktuell 73,65 % an der in Pittsburg ansässigen Consol.

Consol hatte im Geschäftsjahr 2002 wegen eines drastischen Nachfragerückgangs in den USA einen Gewinneinbruch um 142 Mill. ? auf 251 Mill. ? erlitten. Mehrere Minen waren vorübergehend geschlossen worden. RWEs neuer Vorstandschef Harry Roels hatte auf der Bilanzpressekonferenz Mitte März den kräftigen Ertragsrückgang von Consol als "enttäuschend" bezeichnet und damit Spekulationen genährt, RWE wolle sich von der Pittsburger Tochter trennen. Mit dem Erlös aus dem Unternehmen, das zu den größten Kohleproduzenten der USA gehört, könnten beispielsweise Zukäufe finanziert werden.

RWE hat sich für das laufende Geschäftsjahr nach einer teuren Einkaufstour im vorangegangenen einen strikten Konsolidierungskurs verschrieben. In diesem Sommer soll ein Modell für den entsprechenden Konzernumbau vorgestellt werden. Größere Akquisitionen plant RWE früheren Angaben zufolge nicht. Kleinere, günstige Gelegenheiten wolle man sich trotzdem aber nicht entgehen lassen. RWE-Chef Roels hat bereits Interesse am Gas- und Wasserversorger Gelsenwasser bekundet, von dem sich der Konkurrent Eon im Zuge seiner Fusion mit dem Gashändler Ruhrgas trennen muss. Auf der Verkaufsliste der Essener stehen außerdem die Industriebeteiligungen am Baukonzern Hochtief und dem Spezialmaschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen AG.

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