Heftiger Streit mit Großaktionär BT über Geschäftspolitik
Viag-Interkom-Chef Ardelt vor dem Aus

Zwischen dem Telekommunikationskonzern British Telecom (BT) und der Deutschland-Tochter Viag Interkom ist es offenbar zu einem heftigen Streit über die künftige Geschäftspolitik gekommen.

cbu MÜNCHEN. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, will deshalb der Vorsitzende der Geschäftsführung von Viag Interkom, Maximilian Ardelt, kurzfristig seinen Posten zur Verfügung stellen. Mit ihm wird dem Vernehmen nach auch Geschäftsführer Hans-Burghardt Ziermann das Unternehmen verlassen. Für eine Stellungnahme war am Sonntag niemand erreichbar. Offenbar geht es um die weitere Ausrichtung von Viag Interkom. Der Münchener Telekommunikationskonzern, in Deutschland der viertgrößte Mobilfunk-Anbieter, will einen Teil der Unabhängigkeit von London erhalten.

Der BT-Konzern plant, das europaweite Mobilfunk-Geschäft, das schon jetzt unter BT Wireless läuft, zu verselbstständigen und zu zentralisieren. Auch ein Börsengang wird erwogen. Der Konzern leidet unter milliardenschweren Schulden. Ardelt ist seit 1998 Viag-Interkom-Chef. Zuvor war er seit 1994 Viag-Vorstandsmitglied.

Viag Interkom ging vollständig an den BT-Konzern, nachdem Viag und Veba fusionierten und der neue Eon-Konzern sein 45 %-Paket an der Telekommunikationsfirma verkaufte. Viag Interkom machte 2000 bei einem Umsatz von 3,1 Mrd. DM einen Verlust von 1,6 Mrd. DM.

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