Heftiger Widerstand von Industrie und Handel
Pfand für Dosen und Einwegflaschen ab Sommer 2001

Bei Industrie und Handel regt sich Widerstand gegen das Pflichtpfand. Trittin hält die Einführung dagegen für "wirtschaftlich verträglich".

dpa BERLIN. Das Zwangspfand auf Getränkedosen und Einwegflaschen kommt. Nach monatelanger Diskussion einigten sich die Umweltminister der Länder gestern in Berlin auf die Einführung eines Pflichtpfandes für Dosen und Einwegflaschen. Trotz des heftigen Widerstandes von Industrie und Handel wird das Dosenpfand damit voraussichtlich ab Sommer 2001 fällig. Bundesumweltminister Jürgen Trittin hält die Pfandpflicht für ein "wirtschaftlich verträgliches und verbraucherfreundliches Instrument".

Pfand soll Recycling der Dosen sicher stellen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat die Einführung des umstrittenen Dosenpfandes verteidigt. Ein solcher Schritt sei notwendig, weil in diesem Jahr 183 Mill. Dosen mehr als im Vorjahr verkauft worden seien und das Problem der Vermüllung der Städte zunehme, sagte er am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. Trittin betonte, dass den Menschen das Trinken aus Dosen damit nicht abgewöhnt werden solle. Es solle nur sicher gestellt werden, dass die Dosen wieder eingesammelt und dann auch recycelt würden.

Nach monatelanger Diskussion hatten sich die Umweltminister der Länder am Mittwoch in Berlin - mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz - auf die Einführung eines Pflichtpfandes für Dosen und Einwegflaschen geeinigt. Nach diesem eindeutigen Votum seiner Kollegen aus den Ländern sei er zuversichtlich, dass ein entsprechender Gesetzesentwurf auch den Bundesrat passieren werde, betonte Trittin.

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