Archiv
Heidelbergcement für 2004 optimistisch - Quartalsprognosen verfehlt

(dpa-AFX) Heidelberg - Der Bauzulieferer Heidelbergcement < HEI.ETR > blickt nach einem Ergebnisschub im ersten Halbjahr wegen der positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimistisch in die Zukunft. Im zweiten Quartal hatte der Konzern Umsatz und Ergebnis gesteigert, aber Analystenprognosen verfehlt. Die Aktie stieg bis zum Mittag um 1,42 Prozent auf 37,73 Euro und lag damit im oberen Mittelfeld des Mdax < Mdax.ETR > .

(dpa-AFX) Heidelberg - Der Bauzulieferer Heidelbergcement < HEI.ETR > blickt nach einem Ergebnisschub im ersten Halbjahr wegen der positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimistisch in die Zukunft. Im zweiten Quartal hatte der Konzern Umsatz und Ergebnis gesteigert, aber Analystenprognosen verfehlt. Die Aktie stieg bis zum Mittag um 1,42 Prozent auf 37,73 Euro und lag damit im oberen Mittelfeld des Mdax < Mdax.ETR > .

Im laufenden Jahr soll der operative Cashflow (Ebitda) prozentual zweistellig wachsen, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans Bauer am Donnerstag in Heidelberg. Im Vorjahr hatte das Unternehmen hier 1,24 Milliarden Euro erzielt. Den Umsatz will das Unternehmen um fünf Prozent steigern. Im Vorjahr setzte Heidelbergcement 6,371 Milliarden Euro um.

Zu dem Zuwachs sollen neben der günstigen Lage auch bereits durchgesetzte sowie angekündigte Preiserhöhungen sowie Kosteneinsparungen beitragen. Anhaltend starke Wachstumsimpulse seien in der zweiten Jahreshälfte insbesondere in Zentraleuropa-Ost, Asien und Türkei zu erwarten, sagte Bauer.

Quartalszahlen

Im zweiten Quartal steigerte Heidelbergcement seinen Umsatz, operativen Gewinn (vor Beteiligungen) und Überschuss zum Vorjahreszeitraum. Allerdings verfehlte die Gesellschaft die Analystenerwartungen. Zwischen April und Juni stieg der Überschuss von 139 Millionen Euro im Vorjahr auf 159 Millionen Euro. Analysten waren im Schnitt von einem Überschuss von 164 Millionen Euro ausgegangen.

Der Umsatz legte von 1,793 Milliarden auf 1,895 Milliarden Euro zu und lag ebenfalls unter den Prognosen von 1,935 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (vor Beteiligungen) wuchs von 193 Millionen auf 273 Millionen Euro. Die Prognose der Analysten lag im Schnitt bei 275 Millionen Euro. Auf den Quartalsergebnissen lasteten laut Heidelbergcement Währungseffekte infolge des schwachen US-Dollars.

Indocement Trägt Überwiegend ZUM Absatzsatzplus BEI

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs konnte Heidelbergcement seinen Zement- und Klinkerabsatz deutlich erhöhen. Der Absatz stieg von 23,8 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2003 auf 30,7 Millionen Tonnen. Zu den Absatzplus hätte überwiegend die erstmalige Konsolidierung des übernommenen indonesischen Zementherstellers Indocement beigetragen, sagte Bauer.

Zudem sei die Nachfrage in den Regionen Zentraleuropa-Ost, Asien und Nordamerika gestiegen. Diese Regionen hätten zudem von Preiserhöhungen profitiert. Heidelbergcement habe die Zementpreise im Schnitt um 10 Euro pro Tonne erhöht, hieß es vom Unternehmen. Weitere 10 Euro je Tonne seien geplant und bereits bei den Kunden angekündigt worden.

In Deutschland ging der Zement- und Klinkerabsatz im ersten Halbjahr hingegen zurück. Er fiel von 3,6 Millionen auf 3,4 Millionen Tonnen. Die Erholung der Baukonjunktur verzögere sich weiter, sagte Bauer. Sondereffekte im Wohnungsbau reichten nicht aus, um die Investitionszurückhaltung der öffentlichen und privaten Auftraggeber auszugleichen. Auch die Baunachfrage im Euro-Raum bleibe hinter dem gesamtwirtschaftlichen Trend zurück. Der Absatz ging in Westeuropa um 2,3 Prozent zurück.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%