Heidelberger Druck brechen ein - BASF erholen sich von Kurseinbruch
Deutsche Standardwerte deutlich fester

Der freundliche Handelsauftakt in den USA hievte den deutschen Aktienmarkt stark ins Plus. Insgesamt verlief der Handel allerdings extrem lustlos. Lediglich die Gewinnwarnung von BASF sorgte für Gesprächsstoff. Die Chemieaktie verlor zeitweise rund 3,5 %, holte später aber einen Teil der Kursverluste wieder auf.

HB FRANKFURT/M. Orientierungslos startete der deutsche Aktienmarkt in die neue Woche. Der Dax pendelte lange Zeit um den Vortagsschluss. Erst am Nachmittag setzte sich nach der etwas festeren Eröffnung der US-Börsen eine freundliche Tendenz durch. Zum Schluss lag der Dax bei 4619,32 Punkten mit 2,34 % im Plus. Händler maßen den Gewinnen aber keine große Bedeutung bei, da sich das Geschäft erst am Abend etwas belebte. "Der Markt trocknet regelrecht aus", hatte ein Händler einer deutschen Großbank zuvor geklagt. Viele Anleger stünden dem rasanten Kursanstieg, mit dem die Verluste nach den Terrorattentaten ausgeglichen wurden, ratlos und skeptisch gegenüber. Niemand glaube an einen nachhaltigen Aufschwung, weswegen das Kaufinteresse gering sei. Selbst die neu aufgeflammten Hoffnungen auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag oder der Reigen der Quartalszahlen in den USA, die dem Markt normalerweise kräftige Impulse verleihen, werden von den Investoren derzeit weitgehend ignoriert.

Noch am ehesten interessierten sich die Investoren für BASF . Konzernchef Jürgen Strube hatte am Morgen eingeräumt, der Chemieriese werde seine Wachstumsziele verfehlen. Die Aktie zählte mit einem zeitweiligen Minus von 3,5 % zu den größten Verlierern im Dax. Dass die Verluste nicht noch heftiger ausfielen, führen Analysten darauf zurück, dass die Gewinnwarnung wohl nur wenige Marktteilnehmer wirklich überrascht haben dürfte. Helaba-Trust riet Anlegern, die Schwäche zum Einstieg zu nutzen; die Aktie lag zum Schluss nur noch 0,29 % im Verlust. Im Sog von BASF geriet auch der Branchenkollege Bayer unter Druck.

Unter den Finanztiteln fanden sich Deutsche Bank zeitweise auf der Verliererseite. Neben weiter schwelenden Gerüchten über eine Gewinnwarnung belasteten auch Presseberichte über Verluste der US-Töchter. Auch Commerzbank tendierten schwächer. JP Morgan nahm zum fünften Mal in diesem Jahr die Gewinnschätzung für die Bank zurück, ließ ihre Empfehlung aber unverändert bei Markt Performer.

Kaum verändert tendierten Daimler-Chrysler am Tag vor der Veröffentlichung des Quartalsberichts. Analysten erwarten schlechte Zahlen. Dagegen profitierten VW von Äußerungen des Konzernchefs Piech, der nach wie vor von einem Rekordgewinn in diesem Jahr ausgeht. Deutlich höher lagen SAP und Hypovereinsbank. In der zweiten Reihe standen WCM im Blickpunkt. Die von WCM kontrollierten Klöckner-Werke verkaufen ihr Foliengeschäft für 925 Mill. Die im MDax gehandelte WCM-Aktie gab nach.

Am Nachmittag schockte Heidelberger Druck die Anleger mit einer Gewinnwarnung, worauf der Wert stark einbrach. An den Regionalbörsen klagten Händler über lustloses Geschäft. In Hamburg ergab sich eine freundliche Tendenz.Überwiegend fester tendierte Berlin. Kaum verändert präsentierten sich Düsseldorf, Hannover und Bremen.

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