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Heidelberger Druck gibt Rollenoffset-Sparte an Goss ab - Kein Preis genannt

HEIDELBERG (dpa-AFX) - Der weltgrößte Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck gibt seine Rollenoffset-Sparte (Web Systems) an Goss International ab.Beide Unternehmen unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag, der noch derZustimmung einzelner nationaler Kartellbehörden in Europa bedarf, wie dieHeidelberger Druckmaschinen AG am Donnerstag meldete.

HEIDELBERG (dpa-AFX) - Der weltgrößte Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck gibt seine Rollenoffset-Sparte (Web Systems) an Goss International ab.Beide Unternehmen unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag, der noch derZustimmung einzelner nationaler Kartellbehörden in Europa bedarf, wie dieHeidelberger Druckmaschinen AG am Donnerstag meldete.

Zu den finanziellen Bedingungen der Transaktion sei Stillschweigenvereinbart worden. Der Vertrag soll in den nächsten Wochen wirksam werden.

Die bereits vor einigen Monaten angekündigte Veräußerung umfasst lautHeidelberger Druck die Geschäftsfelder Commercial Web, Zeitungsdruckmaschinensowie in den USA Weiterverarbeitungsanlagen für Rollendruckmaschinen. DieHeidelberger werden an der US-amerikanischen Goss International mit 15 Prozentbeteiligt sein.

DEFIZITÄRE ROLLENOFFSET-DRUCKMASCHINEN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/2004 (Ende März) setzte Heidelberg mitdem defizitären Rollenoffset-Druckmaschinen nach eigenen Angaben 376 MillionenEuro um. Dies entsprach rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes derHeidelberg-Gruppe (3,661 Mrd Euro). Die Übertragung der Heidelberg-Rollenoffset-Sparte an Goss International betrifft nach den Angaben mehr als 2.000Heidelberg-Mitarbeiter vorwiegend an den Standorten in USA, Frankreich und denNiederlanden.

Der Heidelberger Konzern will nach Verlusten im vorigen Geschäftsjahr wiederin die schwarzen Zahlen und sich auf das Kerngeschäft mit Bogenoffsetmaschinenkonzentrieren. Der Verkauf der defizitären Digitaldruck-Sparte an denamerikanischen Fotokonzern Eastman Kodak ist bereits perfekt.

'SCHRITT ZUR BRANCHENKONSOLIDIERUNG'

"Mit dieser Vereinbarung haben wir aktiv einen wichtigen Schritt zurKonsolidierung der Branche in diesem Markt vollzogen", sagte der Vorstandschefdes Druckmaschinenherstellers, Bernhard Schreier, nun zum Verkauf derRollenoffset-Sparte. Finanzvorstand Herbert Meyer erläuterte die damitverbundenen Hoffnungen: "Beide Unternehmen erwarten sich durch dieZusammenführung und durch die Restrukturierung der Aktivitäten eine deutlichverbesserte Auslastung der Kapazitäten und wegen des erweitertenProduktauftritts eine Optimierung bei der Marktdurchdringung."

Die Heidelberger Druck war 1988 durch den Erwerb der Harris GraphicCorporation mit Standorten in USA und Frankreich in den Rollenoffsetdruckeingestiegen. Mit der Übernahme der Firma Stork Contiweb aus den Niederlandenbot das Unternehmen seit 1996 auch Rollenwechsler und Trockner für diesesMarktsegment an. Im gleichen Jahr wurde durch die Akquisition von SheridanSystems (USA und Großbritannien) das Produktportfolio umWeiterverarbeitungsanlagen für Rollendruckmaschinen erweitert.

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