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Heidelberger Druck leidet unter Konjunkturflaute

ddp HEIDELBERG. Der Maschinenbaukonzern Heidelberger Druckmaschinen hat die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA deutlich zu spüren bekommen. Der Gewinn nach Steuern sank im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres (Ende März 2002) um 24 % auf 62 Mill. ? (121 Mill. DM), teilte das Unternehmen am Freitag in Heidelberg mit. Das betriebliche Ergebnis ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 % auf 110 Mill. ? zurück. Der Umsatz verbesserte sich um knapp 5,0 % auf 2,3 Mrd. ?.

«Vor allem der Umsatz im Monat September blieb mit rund 100 Mill. ? hinter den Erwartungen zurück», betonte Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier. Besonders schwach sei die Umsatzentwicklung in der Sparte Web Systems verlaufen, die 29 % unter dem Vorjahreswert lag. Die Auftragseingänge gingen um 17 % auf 2,5 Mrd. ? zurück. Für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres rechnet Schreier mit einem Umsatz knapp über dem ersten Halbjahr. Bis zum Geschäftsjahresende werde sich der Gesamtumsatz jedoch im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent verringern, sagte der Vorstandsvorsitzende. Auch im zweiten Halbjahr sei nicht mit einer konjunkturellen Trendwende zu rechnen.

Schreier bekräftigte in diesem Zusammenhang auch seine Ergebnisprognose vom 22. Oktober für das gesamte Geschäftsjahr. Aus heutiger Sicht rechne das Unternehmen mit einem Jahresüberschuss zwischen 200 Mill. und 220 Mill. ?, betonte er. Das hohe Gesamtergebnis nach Steuern von 283 Mill. ? aus dem Vorjahr könne nicht erreicht werden. Im Jahr 2002 erwarte das Unternehmen ein leicht höheres Weltwirtschaftswachstum. Von ihm werde auch Heideldruck profitieren.

Im elektronischen Handel gewann das im MDAX gelistete Papier am Freitag bis 12.00 Uhr 1,1 % auf 43,80 ?.

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