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Heidelberger Druckmaschinen will Aktien-Streubesitz verdoppeln

Das Unternehmen schütttet 1,70 Euro Dividende aus

adx HEIDELBERG. Die Heidelberger Druckmaschinen AG schüttet ihren Aktionären eine Dividende von 1,70 Euro je gewinnberechtiger Stückaktie aus. Zudem stimmte die Hauptversammlung am Freitag in Heidelberg drei Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen zu, die Heidelberg Druck mit Tochtergesellschaften abgeschlossen hat. Das Unternehmen habe seine Marktposition im vergangenen Geschäftsjahr (Ende 31. März 2000) weiter ausgebaut, sagte Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier. Die Heidelberg-Gruppe steigerte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 16,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro.

Bei den Auftragseingängen wurde mit einem Plus von 39,3 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke erzielt, sagte Schreier weiter. Das Ergebnis nach Steuern lag mit 251 Millionen Euro annähernd auf Vorjahresniveau. Den Jahresüberschuss bezifferte der Vorstandsvorsitzende mit 167 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 2.618 auf 24.177 Beschäftigte weltweit.

Erfolgreich sei die 1999 etablierte Sparte Digital gestartet, sagte Schreier. Der Umsatz von 659 Millionen Euro habe die Erwartungen um 25 Prozent übertroffen. Der Geschäftsbereich biete Lösungen von der Daten- und Bilderfassung bis zu fertigen Druckvorlage und dem digitalen Abdruck. Ziel sei es, innerhalb von fünf Jahren im digitalen Schwarz-Weiß-Druck rund 20 Prozent Marktanteil zu erreichen, im Farbbereich würden 30 Prozent angestrebt.

Heidelberg Druck betreue weltweit 240.000 Kunden und sei in mehr als 170 Ländern vertreten. 42 Prozent des Umsatzes seien in der Region Zentral-Europa erzielt worden, betonte Schreier. Mit Gesamterlösen von 1,9 Milliarden Mark sei hier eine neue Bestmarke erzielt worden. Heidelberg Deutschland habe die Rekordsumme von 676 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Druckindustrie bescheinigte Schreier eine gute Zukunft. Die elektronischen Medien und speziell das Internet seien ein «Glücksfall» für die Druckindustrie. Informationsanbieter im Internet etwa brächten neuerdings Print-Ausgaben auf den Markt. Schreier prognostizierte, dass es zu einem «neuen Medienmix» komme, in dem sich alle existierenden Medien mit ihren spezifischen Stärken ergänzten. Eine Umfrage habe zudem gezeigt, dass 73 Prozent der Deutschen sich am liebsten über ihre regionale Zeitung informierten.

Allerdings machte Schreier auch auf weitere Trends aufmerksam. Medieninhalte würden zunehmend digital produziert und erst in einem zweiten Schritt in Büchern, auf CD-ROMs, im Internet oder Mischprodukten veröffentlicht. Zugleich seien die Zeiten von Druckzentren vorbei. Der Kunde frage verstärkt nur noch Inhalte nach, die er auch wirklich gebrauchen könne und drucke sie dezentral aus. In Kooperation mit Partnern strebe Heideldruck daher einen offenen Internetstandard für die grafische Industrie an und erarbeite ein Konzept für eine globale Internet-Plattform. Geschäftspartner könnten dann ihren Produktionsprozess optimieren.

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