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Heidfeld und Glock geben Gas für die Zukunft

Wieder einmal sitzt Nick Heidfeld zwischen allen Stühlen. Auch vor den letzten beiden Formel-1-Rennen des Jahres hat der früher so hoch gehandelte Mercedes-Junior noch immer keinen Arbeitgeber für die neue Saison gefunden.

dpa SUZUKA. Wieder einmal sitzt Nick Heidfeld zwischen allen Stühlen. Auch vor den letzten beiden Formel-1-Rennen des Jahres hat der früher so hoch gehandelte Mercedes-Junior noch immer keinen Arbeitgeber für die neue Saison gefunden.

"Das ist sehr schade. Denn der Nick hat oft genug gezeigt hat, dass er einen Startplatz verdient hätte", bricht Rekordweltmeister Michael Schumacher vor dem Großen Preis von Japan ein Lanze für den Mönchengladbacher. "Ich bin sicher für Nick wird es ein Sitzchen geben", macht auch Ralf Schumacher seinem Landsmann Mut.

Nach einem Strandurlaub auf einer südchinesischen Insel mit Freundin kämpft "Quick Nick" genau wie sein Jordan-Teamkollege Timo Glock beim Grand Prix in Suzuka vor allem um seine Zukunft in der Formel 1. Schon im Vorjahr konnte der 27-Jährige erst kurz vor Schluss bei Eddie Jordan anheuern - nun droht ein ähnliches Geduldsspiel. "Im Moment bin ich lockerer, weil ich zuversichtlicher bin", sagt Heidfeld. Doch er gibt zu: "Nach dem letzten Rennen würde ich mir deutlich mehr Gedanken machen." Viel Zeit bis zum Saisonfinale in Brasilien am 24. Oktober bleibt nicht mehr.

Unterdessen läuft Newcomer Timo Glock mit strahlenden Augen durch das Fahrerlager. "Alles ist so neu für mich", sagt der 22-Jährige. Obwohl "definitiv nichts feststeht", glaubt der ursprünglich als Ersatzfahrer gestartete Glock vor seinem dritten Formel-1-Rennen auch im nächsten Jahr bei Jordan fahren zu dürfen. Am liebsten mit Heidfeld "weil es ganz gut klappt". Im Regen-Training von Suzuka machte das deutsche Duo mit den Plätzen sechs und sieben Werbung in eigener Sache.

Doch Heidfeld möchte am liebsten weg - allerdings hat er nach dem Jaguar-Rückzug nicht mehr allzu viele Möglichkeiten. "Es kommt stark darauf an, was sich im nächsten Jahr bezüglich der Teams in der Formel 1 tut", sagt Heidfeld. Nach der Vertragsverlängerung mit Takuma Sato bei BAR-Honda ist bei einem Topteam nur noch ein Platz frei - entweder bei Williams-BMW oder eben bei BAR-Honda. Beide Rennställe glauben einen Vertrag mit Jenson Button in der Tasche zu haben - am 16. Oktober wird vor Gericht entschieden, wo der 24 Jahre alte Brite in der nächsten Saison fahren muss.

"Wir sind in Gesprächen mit mehreren Leuten. Aber nach wie vor kann ich dazu nichts sagen", sagt Heidfeld - doch allzu rosig scheinen seine Aussichten nicht zu sein. Denn auch der Schotte David Coulthard und Ex-Weltmeister Mika Häkkinen aus Finnland suchen Arbeit im PS-Zirkus. Nach dem Jaguar-Aus hofft Heidfeld vor allem darauf, dass die starken Rennställe aufrüsten müssen: "Für mich persönlich wäre es das Beste, wenn die Topteams drei Autos einsetzen würden."

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