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«Heidi» ist wieder bei «Hermann»: Känguru nach zwei Wochen gefangenDPA-Datum: 2004-07-16 13:45:11

Eggenfelden (dpa) - Der wochenlange Ausflug des Kängurus «Heidi» in die Freiheit ist beendet. Das aus einem privaten Gehege im bayerischen Eggenfelden ausgebrochene Beuteltier konnte nach zahlreichen Suchaktionen wieder eingefangen werden.

Eggenfelden (dpa) - Der wochenlange Ausflug des Kängurus «Heidi» in die Freiheit ist beendet. Das aus einem privaten Gehege im bayerischen Eggenfelden ausgebrochene Beuteltier konnte nach zahlreichen Suchaktionen wieder eingefangen werden.

Ein Jäger habe das Känguru entdeckt und mit einem Narkosegewehr betäubt, berichteten die Besitzer Marlene Stadler und Werner Eder am Freitag. Zurück in ihrem Gehege habe «Heidi» eine Aufwachspritze erhalten. «Es geht ihr gut, sie hat sofort angefangen zu fressen», sagte Stadler.

«Heidis» Ausbruch hatte zwei Wochen lang die Bevölkerung und die Polizei in Niederbayern in Atem gehalten. Immer wieder hatten die Bürger die Ordnungskräfte informiert, wenn ihnen das muntere Tier über den Weg gehüpft ist. «Heidi» hatte sich die ganze Zeit offenbar im Eggenfeldener Bürgerwald versteckt. Bei der Dämmerung kam das nachtaktive Tier regelmäßig aus dem Unterholz und hoppelte auf eine angrenzende Wiese zum Grasen.

Der von den Besitzern beauftragte Jäger war deshalb am Donnerstagabend im Wald auf die Pirsch gegangen. «Um 20.00 Uhr hat er uns angerufen und gesagt, dass "Heidi" jetzt schläft», sagte die glückliche Besitzerin. «Da ist uns ein Stein vom Herzen gefallen.»

«Heidi» wurde schließlich zurückgebracht zu ihrem Artgenossen «Hermann», den sie bei der Flucht zurückgelassen hatte. Das verlassene Kängurumännchen war seitdem laut Stadler sichtlich traurig. Die Rückkehr seiner Partnerin hatte «Hermann» allerdings in dem großen Gehege zunächst gar nicht mitbekommen. «Da hatte er gerade das Weite gesucht», sagte Stadler.

Durch ihr Abenteuer in der Freiheit wurde «Heidi» so etwas wie ein Medienstar und drängte einen anderen prominenten Eggenfeldener, Daniel Küblböck, in den Hintergrund. Zuletzt kam auch noch Schlagersänger Jürgen Drews mit einem Fernsehteam zum Suchen nach Eggenfelden. Zuvor hatte schon eine Brauerei aus Australien die Flucht des australischen Beuteltieres für eine PR-Aktion genutzt. Die Bierbrauer setzten 500 Euro «Fängerlohn» aus.

In Zukunft könnte «Heidi» zum Maskottchen eines Tierparks werden. Stadler und Eder wollen bereits seit einiger Zeit mit ihren zahlreichen Tieren, unter denen auch Lamas, Alpakas, Strauße und schwarze Schwäne sind, einen Streichelzoo eröffnen. Allerdings ist der Antrag von den Behörden noch nicht genehmigt.

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