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Heimdebüt missglückt: Bayern nur 1:1 gegen Hertha

Herthas „schwarze Serie“ in München hat weiter Bestand, aber mit dem 1:1 (1:0) haben die Berliner Felix Magath die Heimpremiere als Trainer des FC Bayern gründlich verdorben.

dpa MÜNCHEN. Herthas "schwarze Serie" in München hat weiter Bestand, aber mit dem 1:1 (1:0) haben die Berliner Felix Magath die Heimpremiere als Trainer des FC Bayern gründlich verdorben.

Dank des frühen Treffers von Marcelinho in der 15. Minute erkämpften sich die seit 27 Jahren in München sieglosen Herthaner vor 58 000 Zuschauern sowie der DFB-Troika mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann, Assistent Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff verdient einen Punkt. Den enttäuschenden Bayern, die kurz vor Spielende Andreas Görlitz (86.) wegen wiederholten Foulspiels mit der Gelb-Roten Karte verloren, reichte es nur zum Ausgleich durch Roy Makaay (47.).

Magath war nach dem missglückten Einstand "nicht erschüttert", räumte aber ein, dass er gerne mit einem Sieg nach Hause gegangen wäre. "Am Ende bin ich froh, dass wir uns nach einer schlechten ersten Halbzeit nicht ergeben haben und uns in der zweiten Hälfte gewehrt haben", sagte er. Das Ziel von Falko Götz, die Bayern mit "unseren spielstarken Leuten" zu ärgern, war aufgegangen. "In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und leider nach der Pause den schnellen Ausgleich kassiert. Wir konnten nicht mehr für Entlastung sorgen, sind aber für unsere leidenschaftliche Abwehrleistung mit einem Punkt belohnt worden", sagte der Hertha-Trainer.

Mit der überraschenden Nominierung von Mehmet Scholl, der für Roque Santa Cruz in die Mannschaft kam, tat Magath den Bayern in ihrem 666. Bundesligaspiel keinen Gefallen. Makaay als einzige Angriffsspitze hatte vor der Pause so gut wie keine Tormöglichkeit, und im dicht gedrängten Mittelfeld nahmen sich Michael Ballack und Co. gegenseitig die Räume, so dass kaum kreative Impulse im Spiel nach vorne zu Stande kamen. Eine echte Torchance erspielten sich die umständlich agierenden Bayern in den ersten 45 Minuten nicht, was die Fans zu Recht mit einem Pfeifkonzert zur Pause quittierten.

Die Berliner, die von den letzten fünf Spielen gegen Bayern keines gewonnen hatten, ließen sich von der taktischen Änderung der Hausherren nicht irritieren, spielten frech nach vorne und gingen nach 15 Minuten durch Marcelinho verdient in Führung. Nach einem weiten Schlag von Pal Dardai reklamierten die Bayern zu Unrecht auf Abseits und der Brasilianer ließ Kapitän Oliver Kahn im Bayern-Tor mit einem satten Schuss aus kurzer Distanz keine Abwehrchance. Zuvor hatten Artur Wichniarek (8.), der nach Zuspiel von Gilberto freistehend über das Tor schoss, und Marcelinho (12.) hochkarätige Hertha-Chancen vergeben.

Nach dem Wechsel korrigierte Magath seinen taktischen Irrtum und hatte prompt Erfolg. Nach einem Zuspiel von Roque Santa Cruz, der für Zé Roberto ins Spiel kam, erzielte Makaay aus kurzer Entfernung den Ausgleich für die Bayern, deren Spiel dadurch aber nicht an Sicherheit gewann. Durch unnötige Ballverluste und ungenaues Zuspiel eröffneten sie dem Götz-Team immer wieder Konterchancen. Die beste davon vergab Fredi Bobic (67.), der nach einer Flanke des sehr auffälligen Marcelinho den Ball aus zehn Metern Entfernung nicht an Kahn vorbei brachte. Auf der Gegenseite scheiterte Ballack (75.), der klar im Schatten von Scholl und Sebastian Deisler stand, an Hertha-Torwart Christian Fiedler.

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