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Heineken will in Deutschland nicht weiter zukaufen

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Braukonzern Heineken will in Deutschland nicht weiter zukaufen. Das Unternehmen wolle sichstatt dessen auf die Region von Polen bis Mazedonien konzentrieren, berichtetedas "Handelsblatt" am Montag mit Berufung auf Vorstandsmitglied Jean Françoisvan Boxmeer.

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Braukonzern Heineken will in Deutschland nicht weiter zukaufen. Das Unternehmen wolle sichstatt dessen auf die Region von Polen bis Mazedonien konzentrieren, berichtetedas "Handelsblatt" am Montag mit Berufung auf Vorstandsmitglied Jean Françoisvan Boxmeer.

"Die großen Konsolidierungsschlachten auf dem deutschen Markt sind vorüber",sagte Vorstandsmitglied Jean François van Boxmeer der Zeitung. Die JointVentures mit der Karlsberg-Brauerei und der Schörghuber-Gruppe mit den MarkenPaulaner, Hacker-Pschorr und Kulmbacher liefen gut. Gerade für Paulaner sehe erinternational noch große Entwicklungsmöglichkeiten, sagte van Boxmeer.



Heineken habe sich in Zentraleuropa mit der Übernahme der österreichischenBrau-Union bereits entscheidend verstärkt und sei mit einem Marktanteil von etwa30 Prozent zum Marktführer in der Region von Ostsee bis Adria geworden.Langfristig rechnete van Boxmeer durch die Transaktion mit gutenGewinnaussichten. Außer in Tschechien und der Slowakei wachse derPro-Kopf-Verbrauch von Bier in den meisten Ländern stetig.

Die Übernahme kostete das Unternehmen 1,9 Milliarden Euro, 1,1 MilliardenEuro davon wurden über die Ausgabe neuer Unternehmensanleihen finanziert. DieseVerschuldung und die Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen des Dollars habedie meisten Analysten veranlasst, die Heineken-Aktien lediglich zu halten,berichtete die Zeitung.

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