"Heisse Luft"
Schwedische Internetaktien leiden unter Sorgen um Pleitewelle

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Internetwerte sind am Mittwoch in Schweden wegen der Angst über eine Pleitewelle in dem Sektor erneut unter Druck geraten. Bis zum Mittag mussten insbesondere die Anteile von Internet-Beratern starke Verluste hinnehmen: Icon Medialab wurden mit minus 10,24% bei 36,79 SEK gehandelt, Cell Network gaben 8,94% auf 17,30 SEK ab und Framtidsfabriken verloren 7,00% auf 14,60 SEK.

Händlern zufolge belaste ein am Mittwoch in der Wirtschaftszeitung "Dagens Industrie" erschienener Artikel insbesondere die Internet-Berater. Die Zeitung zitierte den Chef der Investmentbank Custos, Christer Gardell, mit der Erwartung, dass eine "Pleitewelle" in dem Sektor in 2001 bevorsteht. Viele Internet-Berater in Schweden seien vor allem heiße Luft und ständen nicht auf einer finanziell gesunden Basis. Dies begründete Gardell in erster Linie mit einem oft bedenklichen Verhältnis des Abschreibungsbedarfs bei aktivierten Firmenwerten (Goodwill) mit dem Eigenkapital.

"Bei Cell Network ergibt sich bei einer Gegenüberstellung von Goodwill und Eigenkapital ein Minus von 290 Mill. SEK - dies war der Auslöser für den negativen Artikel", sagte Thomas Nisters, Pressesprecher von Icon in Hamburg, zu dpa-AFX. Bei Icon Medialab sei die Situation aber beispielsweise eine andere: Bei diesem Vergleich ergebe sich ein Plus von 584 Mill. SEK. Die Ausgangslage sei damit eine andere. "Die Situation von Cell möchte ich nicht kommentieren, aber Icon Medialab befindet sich in einer stabilen finanziellen Situation."

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