Heiße Phase vor Volksabstimmung über UN-Mitgliedschaft
Schweizer entscheiden über UN-Beitritt

In der Schweiz hat die heiße Phase vor der Volksabstimmung am 3. März über einen Beitritt zu den Vereinten Nationen begonnen.

dpa GENF. "Die Zeit ist reif, dass die Schweiz Mitglied der UNO wird", sagte der Schweizer Bundespräsident Kaspar Villiger am Dienstag in Bern. Außenminister Joseph Deiss sprach von einer "Garantie gegen eine drohende außenpolitische Vereinsamung". Villiger und Deiss wiesen Bedenken in der Bevölkerung zurück. Mit Blick auf die Kostendiskussion bezeichnete Villiger, der auch Finanzminister ist, die 70 Mill. Franken (47,6 Mill. Euro/93,3 Mill. DM) Jahresbeitrag als "gut investiertes Geld". Aus Sicht des "Aktionskomitees gegen den Beitritt zur politischen UNO" wird die neutrale Schweiz als UN-Mitglied zu einer Befehlsempfängerin der Großmächte degradiert. Hinzu kämen rasant steigende Kosten wegen der Aufblähung der Verwaltung und der stärkeren Reisediplomatie. Rund 5,7 Mill. Bürger sollen über den Beitritt als 190. UN - Vollmitglied abstimmen. Neben einer Stimmenmehrheit ist dabei auch eine Mehrheit der 26 Kantone und Halbkantone notwendig.

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