Heiße Spur
Vergewaltigung auf Schultoilette: Täter vermutlich Putzkraft

Sechs Wochen nach der Vergewaltigung eines siebenjährigen Mädchens auf einer Münchner Schultoilette vermutet die Polizei als Täter eine Putzkraft. Die Beamten stützen sich dabei auf ein graues langärmeliges Sweatshirt, das der Täter in der Schule zurückließ.

dpa MÜNCHEN. An dem Kleidungsstück hafteten Rückstände eines Entschäumungsmittels, das Putzfirmen zur abschließenden Nassreinigung von Böden in ihre Maschinen füllen, teilte die Behörde am Freitag mit. Zur Ergreifung des Mannes ist eine Belohnung von 10 000 DM (5110 Euro) ausgesetzt. Ein DNA-Untersuchung der Schweißspuren im Sweatshirt hatte eindeutig ergeben, dass das Kleidungsstück vom Täter getragen worden war.

Der ungefähr 20 bis 30 Jahre alte Mann hatte sein siebenjähriges Opfer auf der Schultoilette der katholischen Mädchenschule in der Innenstadt bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und dann vergewaltigt. Das Kind wurde schwer verletzt und musste operiert werden. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes. Bei einem Vergleich genetischer Spuren ergab sich, dass der Täter neun Wochen zuvor in der Münchner Frauen-Universitätsklinik bereits eine tschechische Studentin vergewaltigt hatte. Die 20-Jährige hatte dort in den Ferien als Aushilfsputzfrau gearbeitet.

Die Polizei geht derzeit insgesamt 1150 Spuren nach. Allein 326 Hinweise gingen nach der Veröffentlichung des Phantombildes vom Täter ein. Bisher wurden bei 502 Männern auf freiwilliger Basis Speichelproben für Gen-Tests entnommen. Bei zwei Männern, die sich weigerten, wurde die Speichelentnahme richterlich angeordnet.

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