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Helfer verlassen Falludscha

Nach einem zweiwöchigen Einsatz in der einstigen Rebellenhochburg Falludscha haben die Helfer des Roten Halbmonds die Stadt wieder verlassen müssen. Augenzeugen berichteten am Montag, die US-Armee habe die Helfer dazu aufgefordert.

dpa BAGDAD. Nach einem zweiwöchigen Einsatz in der einstigen Rebellenhochburg Falludscha haben die Helfer des Roten Halbmonds die Stadt wieder verlassen müssen. Augenzeugen berichteten am Montag, die US-Armee habe die Helfer dazu aufgefordert.

Die Lage in der Stadt biete nicht genügend Schutz für die Mitarbeiter, lautete die Begründung. Einwohner berichteten unterdessen über US-Luftangriffe, die in der Nacht begonnen hätten und auch am Vormittag noch andauerten. Die Bombardierung sei so heftig gewesen wie seit einer Woche nicht mehr, sagte ein Augenzeuge. Die Helfer des Roten Halbmonds wollen nach eigenem Bekunden angesichts der Not in Falludscha so schnell wie möglich wieder in die rund 80 Kilometer nordwestlich von Bagdad gelegene Stadt zurückkehren.

Wie ein US-Militärsprecher in Bagdad mitteilte, wurden am Sonntag in der Provinz Al Anbar drei US-Soldaten bei Patrouillenfahrten getötet. Es habe zwei Anschläge auf US-Militärkonvois gegeben. In der Provinz Al Anbar liegen auch Falludscha und die Aufständischen- Hochburg Ramadi. Bei einem Angriff auf eine US-Militärpatrouille in West-Bagdad wurde am Montag ein Soldat verletzt.

Der Sprecher der Unabhängigen Wahlkommission, Farid Ajar, betonte unterdessen, die für den 30. Januar geplanten Parlaments- und Regionalwahlen würden auf keinen Fall verschoben. Zwar habe man die Registrierungsfrist für Parteien und Direktkandidaten in drei Unruheprovinzen nochmals um fünf Tage verlängert, aber am Wahltermin werde kompromisslos festgehalten, erklärte Ajar. Am Sonntag hatten sieben sunnitische Parteien eine Verschiebung der ersten allgemeinen Wahlen um mindestens sechs Monate gefordert. Dies lehnte auch der irakische Übergangspräsident Ghasi al-Jawar ab.

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