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Hemnan erneut in Wimbledon gescheitertDPA-Datum: 2004-07-01 14:06:47

London (dpa) - Auch in diesem Jahr wird die «Henmania» in Wimbledon keinen krönenden Abschluss erleben. Der zahnlose «Tiger» Tim Henman wurde diesmal von Mario Ancic im Viertelfinale gezähmt.

London (dpa) - Auch in diesem Jahr wird die «Henmania» in Wimbledon keinen krönenden Abschluss erleben. Der zahnlose «Tiger» Tim Henman wurde diesmal von Mario Ancic im Viertelfinale gezähmt.

Auch im elften Anlauf verpasste Britanniens Tennis-Held den Triumph auf dem «Heiligen Rasen» frühzeitig und musste sich abermals von einem Kroaten eine Lektion erteilen lassen. «Baby-Goran» Ancic zerstörte beim 7:6 (7:5), 6:4, 6:2 mit Raffinesse, hammerhartem Service und unbeeindruckt von den 13 000 Zuschauern die Hoffnung des 29-Jährigen, der vier Mal im Halbfinale, aber noch nie im Endspiel der All England Championships stand. Vor drei Jahren hatte ihn Goran Ivanisevic gestoppt, dessen sportlicher Ziehsohn Mario Ancic ist.

«Er hat ihn wie ein Frachtzug überrollt», sagte Becker über Youngster Ancic. Tim Henman ging mit großen Anstand und will auch 2005 versuchen, den Titel als erster Brite nach Fred Perry 1936 heim zu holen. «Ich habe wirklich gutes Tennis gespielt und bin super glücklich», sagte Ancic, der vor zwei Jahren als Debütant Federer in Runde eins ausgeschaltet hatte. Der 20-Jährige trifft im ersten Grand-Slam-Halbfinale auf Andy Roddick aus den USA, der den Niederländer Sjeng Schalken 7:6 (7:4), 7:6 (11:9), 6:3 bezwang.

In der Runde der letzten Vier steht auch Roger Federer. Der Schweizer bezwang den Sieger von 2002, Lleyton Hewitt aus Australien mit 6:1, 6:7 (1:7), 6:0, 6:4, musste dabei aber den ersten Satz seit der dritten Runde 2003 abgeben und zum 3:4 im vierten Durchgang auch das erste Break nach über 100 Aufschlagspielen in Serie hinnehmen.

Mit einer schrecklichen Demütigung für Jennifer Capriati unterstrich Serena Williams ihre Ambitionen auf den dritten Triumph in Wimbledon in Serie. Die Tennis-Diva aus Florida fegte ihre US-Rivalin im Viertelfinale in 45 Minuten mit 6:1, 6:1 vom Center Court und feierte nach zuletzt zwei Niederlagen im 16. Vergleich den 10. und mit Abstand höchsten Erfolg. In der Runde der letzten Vier trifft sie auf Amelie Mauresmo, die Paola Suarez aus Argentinien beim 6:0, 5:7, 6:1 streckenweise vorführte.

«Das ist ein wunderbarer Moment nach meiner langen Verletzung», sagte Serena Williams, die gegen Capriati zuletzt im Viertelfinale der French Open und im Halbfinale von Rom verloren hatte. «Wir mögen uns nicht, aber wir respektieren uns», sagte Williams. Jennifer Capriati musste eingestehen, noch nie so vorgeführt worden zu sein. «Das war definitiv das beste Spiel von ihr. Sie hat heute unglaublich gut gespielt und war die klar Bessere auf dem Platz.»

Die zweite Amerikanerin im Feld der besten Vier ist in Wimbledon Lindsay Davenport, die 1999 an der Church Road im Finale über Steffi Graf triumphiert hatte. Die 28-Jährige trifft im Halbfinal-Duell der Generationen auf die 17-jährige Maria Scharapowa, die in Sibirien geboren ist, aber seit acht Jahren in Florida lebt. Die Schülerin von Nick Bollettieri steht auf dem «Heiligen Rasen» erstmals in der Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers.

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