Henkel-Aktie nach Vorlage von Zahlen stark
Stimmungstief an den deutschen Börsen hält an

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Stimmung an den deutschen Börsen ist am Donnerstag durch negative Nachrichten aus den USA weiter gedrückt worden. Auch die gestiegenen deutschen Verbraucherpreise drückten die Frankfurter Börse weiter in die Verlustzone.

Der Leitindex Dax verlor zum frühen Abend 1,46 % auf 6 255 Zähler. Am Neuen Markt brach der Nemax 50 um 4,32 % auf 2 055 Punkte ein. Im Handelsverlauf unterschritt der Index zeitweise sogar die psychologisch wichtige Marke von 2 000 Punkten. Der MDax, der die 70 größten Nebenwerte umfasst, notierte unverändert mit 4 804 Zählern.

Klarer Gewinner im Dax waren Henkel-Vorzüge mit einem Plus von 6,32 % auf 74,00 Euro. "Das waren definitiv gute Zahlen", sagte ein Frankfurter Händler zu der noch vor Börsenbeginn veröffentlichten Jahresbilanz des Düsseldorfer Konzerns.

Unter Druck gerieten dagegen die Bankentitel. Deutsche Bank verloren 1,40 % auf 89,44 Euro, Dresdner Bank gaben 1,46 % auf 44,69 Euro ab und Commerzbank verbilligten sich um 0,86 % auf 28,90 Euro. Allein die Papiere der Hypo-Vereinsbank drehten ins Plus und kletterten 0,80 % auf 67,74 Euro.

Siemens gaben 1,87 % auf 131 Euro nach. "Die Stimmung an den Aktienmärkten ist allgemein schlecht", begründete ein Händler die Verluste. Dessen könne sich auch Siemens nicht entziehen. Die Meldung, dass der Münchner Konzern für 1,5 Mrd. $ eines der weltweit führenden Unternehmen in der DSL-Breitbandtechnologie übernehmen wolle, habe sich dagegen nicht auf den Kurs ausgewirkt, obowhl der Preis für die US Efficient Networks Inc. -Firma allgemein als sehr hoch eingeschätzt werde. "Es ist bekannt, dass Siemens sich in einer guten finanziellen Verfassung befindet und diese Kosten daher gut verkraften dürfte", sagte der Händler.

Nach einer zeitweisen Erholung verlor die T-Aktie weiter an Boden und fiel um 1,47 % auf 24,82 Euro. Nach der überraschenden Wertberichtigung der firmeneigenen Immobilien am Vortag hätte die Deutsche Telekom einiges an Vertrauen bei den Anlegern verspielt, sagten Händler.

Schlusslicht im Dax waren Daimler-Chrysler mit minus 4,58 % auf 54,63 Euro. Der Autokonzern plant, eine Anleihe in Höhe von bis zu 30 Mrd. $ zu begeben. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass die Anmeldung keinen Hinweis auf die Liquiditätssituation des Konzerns gebe. Außerdem stehe sie in keinem Zusammenhang mit der Geschäftssituation. Dennoch äußerten sich Händler etwas misstrauisch.

Auch an den europäischen Börsen war die Stimmung überwiegend gedrückt. Der EuroStoxx 50 gab um 1,59 % auf 4343 Zähler ab. Über Gewinne konnten sich dagegen die Anleger in London freuen.

Der Rentenindex Rex lag um 0,1 % im Minus bei 112,31 Punkten. Die Umlaufrendite wurde mit 4,86 (Vortag: 4,81) Prozent festgestellt. Der Euro kostete 0,9053 $. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 0,9056 (Mittwoch: 0,9146) $ fest. Die US-Währung kostete damit 2,1597 (2,1385) DM.

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