Henkel bei WM-Auftakt Neunte
Skari spielerisch zum viertem Titel

Bente Skari hat in der ersten Entscheidung der nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Val di Fiemme mit ihren Konkurrentinnen gespielt. Bereits 200 Meter vor dem Zielstrich konnte die haushohe Favoritin ihren jubelnden Fans im Skistadion von Lago di Tesero winken.

HB/dpa VAL DI FIEMME. Mit ihrem Sieg beim 15 km-Rennen im klassischen Stil mit Massenstart schrieb die nun viermalige Weltmeisterin aus Norwegen ein neues Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. In überlegener Manier verwies sie die Estin Kristina Smigun und Olga Sawjalowa aus Russland auf die Medaillenränge. Manuela Henkel (Oberhof), wegen des Ausfalls der kurzfristig erkrankten Oberwiesenthalerin Viola Bauer einzige deutsche Starterin, lief im Rahmen ihrer Möglichkeiten und kam mit einem Rückstand von 1:48 Minuten auf die Siegerin auf Rang neun.

Das erste Massenstartrennen in der WM-Geschichte der stand ganz im Zeichen des Zweikampfes zwischen Skari und Smigun. Nachdem sich die 30-jährige Norwegerin auch nach Ansicht von Bundestrainer Jochen Behle zwei Runden lang nicht sonderlich verausgabt hatte und das Tempo von Smigun locker mitgegangen war, suchte sie bei Kilometer zwölf die Vorentscheidung. Mit einem Zwischenspurt an einem der Anstiege zog sie davon. "Einen Kilometer vor dem Ziel war ich mir sicher, dass ich gewinnen werde. Der Zieleinlauf war wunderschön", schwärmte die dominierende Klassikerin der vergangenen Jahre. Im März 2001 hatte sie in Falun letztmalig ein Weltcup-Rennen im klassischen Stil verloren. In dieser Saison schaffte die zehn km-Olympiasiegerin bei insgesamt elf Weltcup-Starts neun Siege.

Manuela Henkel spielte im Kampf um die Medaillen erwartungsgemäß keine Rolle. Die Staffel-Olympiasiegerin von Salt Lake City hielt sich während des gesamten Rennens in einer zweiten Verfolgergruppe. "Ich wollte einen einstelligen Platz erreichen, deshalb geht das Ergebnis in Ordnung", sagte die 28-Jährige. "Ich bin zufrieden, Manuela hat ihr Ziel erreicht. Ich denke aber, dass mehr möglich gewesen wäre", betonte Behle. Als Knackpunkt machte der Coach Schwächephasen eingangs der zweiten und dritten Runde aus. "Da hatte sie Probleme und hat leicht den Anschluss verloren", analysierte er. "Das ist bei mir nichts Neues, der Hänger kommt bei mir immer. Am Ende konnte ich trotz der schweren Beine aber wieder schnell laufen", erklärte

Sorgen machen dem Bundestrainer derzeit die beiden anderen Klassikerinnen Viola Bauer und Stefanie Böhler (Ibach). "Über die weiteren Starts von Viola entscheiden die Mediziner", sagte Behle, der nicht ausschloss, dass der deutsche Verband im zehn km-Rennen am Donnerstag keine Läuferin einsetzt. "Dafür waren Bauer und Böhler geplant. Viola ist krank, Stefanie war es bis jetzt. Sie trainierte am Dienstag das erste Mal wieder", erklärte der Coach.

Vor dem Start waren die finnische Mitfavoritin Kaisa Varis, WM- Dritte über die 15 km von Lahti 2001, und die Weißrussin Swetlana Nagejkina wegen überhöhter Blutwerte vom Wettkampf ausgeschlossen und mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden. Ein sofort veranlasster Urintest soll klären, ob es sich bei den beiden Fällen um Dopingvergehen handelt.

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