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Henkel erhöht trotz schwacher Quartalszahlen 2004-Gewinnprognose

(dpa-AFX) Düsseldorf - Der Konsumgüterhersteller Henkel < Hen3.ETR > hat trotz enttäuschender Ergebnisse im zweiten Quartal die Jahresgewinnprognose leicht angehoben. Dank einer niedrigeren Steuerlast dürfte der Gewinnanstieg je Aktie im Jahr 2004 statt im niedrigen Zehn-Prozent-Bereich im mittleren Zehn-Prozent-Bereich liegen, teilte der Hersteller von Persil und Schwarzkopf-Produkten am Montag in Düsseldorf mit. Zusätzlich zum bisherigen Jahressparziel von 50 Millionen Euro will Henkel im zweiten Halbjahr weitere 25 Millionen Euro einsparen.

(dpa-AFX) Düsseldorf - Der Konsumgüterhersteller Henkel < Hen3.ETR > hat trotz enttäuschender Ergebnisse im zweiten Quartal die Jahresgewinnprognose leicht angehoben. Dank einer niedrigeren Steuerlast dürfte der Gewinnanstieg je Aktie im Jahr 2004 statt im niedrigen Zehn-Prozent-Bereich im mittleren Zehn-Prozent-Bereich liegen, teilte der Hersteller von Persil und Schwarzkopf-Produkten am Montag in Düsseldorf mit. Zusätzlich zum bisherigen Jahressparziel von 50 Millionen Euro will Henkel im zweiten Halbjahr weitere 25 Millionen Euro einsparen.

Die Prognose für den Umsatzanstieg 2004 vor Zukäufen und Währungseffekten blieb mit 2 Prozent hingegen unverändert. Im frühen Handel fiel die Aktie um 0,4 Prozent auf 58,29 Euro, nachdem sie am Freitag 1,65 Prozent auf 58,52 Euro verloren hatte. Der DAX < DAX.ETR > lag mit 3.716 Punkten um 0,3 Prozent unter dem Freitagsschluss.

2004 Gewinnschübe IN DEN Wichtigen Sparten Erwartet

Im Gesamtjahr will Henkel mit Kostenkur sowie einer Produkt- und Marketingoffensive in allen Sparten einen Gewinnschub erzielen. Auch die schwächelnde Hauptsparte Wasch- und Reinigungsmittel soll 2004 zulegen.

Inklusive des kürzlich übernommenen amerikanischen Wasch- und Reinigungsmittelunternehmen Dial stellte Henkel für diesen Bereich ein währungsbereinigtes Wachstum des betrieblichen Ergebnisses (Ebit) im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Mit Kosmetik- und Körperpflegeprodukten soll das Gewinnplus im zweistelligen Prozentbereich liegen.

Henkel Setzt AUF Produktoffensive

Dafür setzen die Düsseldorfer auf Forschung und neue Produkte. Im zweiten Quartal sind Lehner zufolge in allen Sparten neue Produkte auf den Markt gekommen. Für das zweite Halbjahr sei die "Produktpipeline" gut gefüllt.

Flankiert werden die Produktstarts von einer Offensive im Marketing und der Verkaufsförderung. Bei der Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte profitiere Henkel von dem durch Dial verstärkten US-Arm. Die Integration des Milliarden schweren Zukaufs laufe zu "vollsten Zufriedenheit", sagte Lehner.

2. Quartal VON Euroopa-Geschäft UND Wechselkursen Belastet

Im zweiten Quartal ging der Umsatz in den meisten Feldern unbereinigt um Währungseffekte zurück. Besonders in den wichtigen Märkten Europas blieb das Hauptgeschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln sowie mit Kosmetik- und Körperpflegeprodukten schwach.

Bereinigt um Wechselkurseffekte erhöhte sich der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) im zweiten Quartal um 14 Prozent auf 198 Millionen Euro, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten mit 219 bis 232 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz stieg um 19,2 Prozent währungsbereinigt auf 2,756 Milliarden Euro und lag über der Analystenschätzung von 2,7 Milliarden Euro. Den Umsatzanstieg verdankt Henkel zum großen Teil der erstmaligen Konsolidierung des amerikanischen Zukaufs Dial. Dial selbst steigerte den Umsatz organisch um mehr als 4 Prozent.

Stark war das Geschäft von Henkel Technologies und Klebstoffen für Konsumenten und Handwerker. Mit Klebstoffen erzielte Henkel einen währungsbereinigten Ebit-Anstieg um 19,1 Prozent auf 35 Millionen Euro. Henkel Technologies verbuchte einen Schub von 29,6 Prozent auf 69 Millionen Euro.

Nordamerika MIT Grösserem Umsatzanteil

Mit den Zukäufen von Dial und ARL hat sich das Geschäft Henkels regional stark verschoben. Der Umsatzanteil Nordamerikas erhöhte sich zum Vorjahresquartal von 12 auf 21 Prozent. Im zweiten Quartal verdoppelte sich der Umsatz auf 588 Millionen Euro.

Der Anteil von Europa/Afrika/Nahost ging von 74 auf 65 Prozent zurück. Im Heimatmarkt Deutschland schrumpfte das Geschäft um 5,6 Prozent. In der Region Europa/Afrika/Nahost konnte nur Henkel Technologies den Umsatz steigern. Dieser Sparte verdankt Henkel in dieser Region einen Umsatzanstieg von 1,1 Prozent auf 1,779 Milliarden Euro.

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