Henkel erlebt „Waterloo“: Skari-Festspiele gehen weiter

Henkel erlebt „Waterloo“
Skari-Festspiele gehen weiter

Ski-Königin Bente Skari hat ihre Gold- Kollektion erweitert, Manuela Henkel ein "Waterloo" erlebt. Auch über zehn km klassisch dominierte die überragende Norwegerin und setzte am Donnerstag die "Skari-Festspiele" bei den nordischen Ski- Weltmeisterschaften mit dem zweiten Titelgewinn fort.

HB/dpa VAL DI FIEMME. Die einzige deutsche Starterin kam mit einem Rückstand von 1:46,0 Minuten nur auf Platz 18. "Auf Bente Skari darf man gar nicht mehr wetten. Da bekommst du für einen Euro nur noch 80 Cent raus, so souverän ist sie. Ich weiß nicht, wer ihr das Wasser reichen soll", sagte Bundestrainer Jochen Behle anerkennend.

Der Auftritt von Manuela Henkel bereitete dem Coach weniger Freude. "Das war nicht ihr Tag. Mit der Platzierung können wir nicht zufrieden sein. Sie ist nicht ins Rennen gekommen", meinte Behle. Die Oberhoferin, die wegen der Erkrankung von Viola Bauer und Stefanie Böhler als einzige Läuferin die deutschen Farben vertrat, wollte das Rennen schnell abhaken. "Das war mehr ein Gehoppel, kein schönes Laufen. Ich muss sehen, dass ich die schweren Beine so schnell wie möglich los werde. Zumindest weiß ich, wie ich mein Staffel-Rennen am Montag kräftemäßig einteilen muss", sagte

Dort gelten die "Norges" dank der erdrückenden Überlegenheit von Skari als die haushohen Favoriten. "Wir wollen eine Medaille machen. Dass es Gold wird, glaube ich nicht, weil die Norwegerinnen eine überragende Skari haben", meinte Henkel. Auch Behle dämpfte die Erwartungen. "Es sieht nicht so zuversichtlich aus. Die Sorgen sind nicht kleiner geworden", erklärte der Bundestrainer. Am Samstag will er Bauer und Böhler in der Doppel-Verfolgung einsetzen, damit das kränkelnde Duo Wettkampfpraxis sammeln kann.

Manuela Henkel bleibt trotz ihrer mäßigen Leistung eine feste Größe für Behle. "Was Manu angeht, habe ich weniger Bedenken. Sie hat mit Platz neun über 15 km gezeigt, was sie kann", erklärte der Bundestrainer. Die 28-jährige Thüringerin zeigte sich ebenfalls kaum beeindruckt. "Ich wusste schon nach fünf Minuten, dass es nicht mein Rennen wird. Ich habe bei jedem Schritt gemerkt, dass ich Sekunden verliere", meinte die Staffel-Olympiasiegerin.

In Top-Form präsentiert sich dagegen weiter Bente Skari. In 25:47,0 Minuten verwies sie Kristina Smigun aus Estland und ihre Landsfrau Hilde Pedersen auf die Medaillenränge. "Die zehn km sind meine Lieblingsstrecke. Es war ein harter Wettkampf, aber ich hatte ja den Vorteil, dass ich hinter Kristina starten konnte. Mir liegt das vorneweg Laufen nicht so sehr", sagte die nunmehr fünfmalige Weltmeisterin.

Die wie schon am Dienstag mit Silber dekorierte Kristina Smigun verlor 21 Sekunden auf die Siegerin und wohl auch den Glauben daran, die Norwegerin vom Thron stoßen zu können. "Sie ist so stark wie ein Mann", begründete die Estin eine von ihr vor der WM gemachte Aussage, in der sie Skari als "Ben" bezeichnete. Smigun wollte dies jedoch nicht als Anspielung auf eventuelle Doping-Praktiken der Seriensiegerin auf den klassischen Distanzen verstanden wissen.

dpa cd yyhe jo

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