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Henkel erwartet 2005 Gewinnsprung durch Abschreibungsregeln

Henkel -Chef Ulrich Lehner hält im kommenden Jahr durch die Umstellung der Abschreibungsregeln einen Gewinnsprung von rund 20 Prozent für möglich.

dpa-afx FRANKFURT/DÜSSELDORF. Henkel-Chef Ulrich Lehner hält im kommenden Jahr durch die Umstellung der Abschreibungsregeln einen Gewinnsprung von rund 20 Prozent für möglich.

Da viele Firmenwertabschreibungen steuerlich nicht verwertbar seien, werde dieser Wegfall voll auf den Jahresüberschuss durchschlagen, sagte Lehner der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Ausgehend von den bisherigen Firmenwertabschreibungen würde der Gewinn je Aktie um 20 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Firmenwertabschreibungen auf 125 Mill. Euro.

AN Dividendenausschüttung Ändert Sich IM Grundsatz Nichts

Das Ergebnis werde somit schon allein rein rechnerisch steigen, sagte Lehner. An der Dividendenausschüttung werde sich im Grundsatz nichts ändern. In der Regel schüttet Henkel ein Drittel des Überschusses nach Fremdanteilen an die Aktionäre aus.

Die Henkel-Aktie legte am Vormittag um 1,58 Prozent auf 59,78 Euro zu. Börsianer nutzten Aussagen über einen Gewinnsprung gerne für Zukäufe, auch wenn der positive Effekt eher auf buchhalterischen Gründen beruhe, sagte ein Frankfurter Aktienhändler.

Lehner: Konsumzurückhaltung Wird Andauern

Nach Ansicht des Firmenchefs dürfte sich das wirtschaftliche Umfeld in Europa nicht beleben, sondern noch unter dem Kostendruck der Globalisierung stehen. Die Konsumzurückhaltung werde andauern. Wachstumsimpulse erwartet der Hersteller von Schwarzkopf, Persil, Pritt oder Fa deshalb aus den USA und Asien. Langfristig solle der Umsatzanteil in der Asien/Pazifik-Region zwischen zehn und 15 Prozent liegen, sagte Lehner. Derzeit betrage er rund sieben Prozent.

Mit der Übernahme des US-Konkurrenten Dial zeigte sich der Konzernchef zufrieden. "Insgesamt entwickelt sich unsere Tochter so, wie wir es in unseren Akquisitionsüberlegungen zugrunde gelegt hatten." Die Integration sei weitgehend abgeschlossen, die Synergien seien im Plan. Die Refinanzierung der Übernahme solle noch im Laufe des Jahres abgeschlossen werden.

Welche Beteiligungen verkauft werden sollen, wollte Lehner nicht sagen. Die Kurse von Ecolab und Clorox hätten sich aber seit dem 29. März gut entwickelt. Henkel hatte Dial Mitte Dezember 2003 für 2,9 Mrd. Dollar übernommen.

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