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Henkel mit neuem Sparprogramm - Stellenabbau - Ausblick bestätigt

Der Konsumgüterkonzern Henkel Kgaa hat ein neues, tief greifendes Sparprogramm inklusive Stellenabbau angekündigt. Trotz der dadurch bereits in diesem Jahr anfallenden zusätzlichen Belastungen halten die Düsseldorfer weiterhin an ihren Prognosen für 2004 fest.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der Konsumgüterkonzern Henkel Kgaa hat ein neues, tief greifendes Sparprogramm inklusive Stellenabbau angekündigt. Trotz der dadurch bereits in diesem Jahr anfallenden zusätzlichen Belastungen halten die Düsseldorfer weiterhin an ihren Prognosen für 2004 fest.

Mit der Streichung von weltweit 3 000 Jobs bis zum Jahr 2006 will der Konzern der Konsumflaute in seinen wichtigen Märkten und dem Lohndruck aus Niedriglohnländern entgegensteuern. So sollen Verwaltungsbereiche gestrafft und Standorte reorganisiert werden, teilte Henkel am Donnerstag in Düsseldorf mit. Betroffen seien von dem Programm zwar alle Unternehmensbereiche, Schwerpunkte aber seien Europa und Nordamerika. Gleichzeitig sieht der Konzern aber auch Optimierungspotenziale über Zukäufe.

400 MIO Euro Zusatzaufwendungen

Durch das neue Restrukturierungsprogramm rechnet Henkel, neben den für 2004 bereits geplanten Aufwendungen, mit zusätzlichen Aufwendungen von 400 Mill. Euro. Dem gegenüber stünden ab 2007 erwartete Einsparungen aus dem Programm von rund 125 Mill. Euro pro Jahr. Den zusätzlichen Restrukturierungsaufwand wollen die Düsseldorfer bereits im vierten Quartal 2004 verbuchen, sagte ein Unternehmenssprecher am Abend auf Anfrage.

Welche Standorte und Länder konkret vom Stellenabbau betroffen seien, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, so der Sprecher. Weitere Details will das Unternehmen auf der Bilanzpressekonferenz am 22. Februar veröffentlichen. Zuvor hatte der Konzern mitgeteilt, dass Einzelheiten des Programms nach Gesprächen mit den zuständigen Arbeitsnehmervertretern festgelegt werden.

Trotz der zusätzlichen Belastung von 400 Mill. Euro im vierten Quartal erwartet Henkel weiterhin beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) einen Anstieg "im mittleren Zehnprozent-Bereich". Organisch soll das Umsatzwachstum "über zwei Prozent" liegen. Für die Jahre 2005 bis 2008 peilt der Konzern nach früheren Aussagen seines Finanzchefs Lothar Steinebach ein jährliches organisches Wachstum von drei bis vier Prozent an. Zudem will Henkel beim Gewinn je Aktie (EPS) in diesem Zeitraum mindestens zehn Prozent pro Jahr zulegen.

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