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Henkel setzt US-Expansion fort - Milliardenschwerer Tausch

Europas führender Waschmittelhersteller Henkel setzt seine Expansion in Nordamerika und Asien fort. Der Düsseldorfer Konzern vereinbarte mit dem US-Konzern Clorox ein Tauschgeschäft mit einem Gesamtwert von rund 2,84 Mrd. Dollar, teilte Henkel in der Nacht zum Donnerstag mit. Zudem will Henkel den US-Klebstoffproduzenten Sovereign Specialty Chemicals übernehmen. Im vorbörslichen Handel zeigte sich die Henkel-Aktie kaum verändert.

dpa-afx DÜSSELDORF. Europas führender Waschmittelhersteller Henkel setzt seine Expansion in Nordamerika und Asien fort. Der Düsseldorfer Konzern vereinbarte mit dem US-Konzern Clorox ein Tauschgeschäft mit einem Gesamtwert von rund 2,84 Mrd. Dollar, teilte Henkel in der Nacht zum Donnerstag mit. Zudem will Henkel den US-Klebstoffproduzenten Sovereign Specialty Chemicals übernehmen. Im vorbörslichen Handel zeigte sich die Henkel-Aktie kaum verändert.

Henkel wird seine gesamte Beteiligung an Clorox in Höhe von 28,8 Prozent (rund 61,4 Mill. Aktien) für ein neu gegründetes Tochterunternehmen von Clorox eintauschen. Die neue Gesellschaft wird ein Portfolio an operativen Geschäften, einschließlich Soft Scrub und der Insektizid-Geschäfte Combat, Home Mat und Home Keeper, sowie die 20-prozentige Beteiligung von Clorox an der Henkel Ibérica und rund 2,1 Mrd. Dollar in Barmitteln halten.

Die übernommenen Markenartikelgeschäfte mit dem Haushaltsreiniger Soft Scurb sowie den Insektiziden Combat, Home Mat und Home Keeper seien hochprofitabel. Der Jahresumsatz mit diesen Produkten betrage in Nordamerika und Asien rund 160 Mill. Dollar.

Experten Zurückhaltend

Marktbeobachter äußerten sich in einer ersten Reaktion zu dem Clorox-Deal zurückhaltend. Die Experten des Alpha Wertpapierhandelshauses schreiben, die neue Gesellschaft werde mit 2,84 Mrd. Dollar bewertet, der 28,8-Prozent-Anteil an Clorox an der Börse wäre jedoch 3,3 Mrd. Dollar wert. Henkel gehe jedoch wahrscheinlich davon aus, dass die neue Gesellschaft einen zusätzlichen Renditeschub bringt, sonst würde man Werte vernichten, schreiben die Experten. Zu den einzelnen Tochterunternehmen von Clorox sei nicht viel zu sagen bisher, einzig, dass das Umsatzvolumen der Gesellschaften eher als niedrig einzuschätzen sei. "Dadurch, dass die Clorox-Beteiligung im Endeffekt zum Diskount abgeben wurde, sehen wir dies momentan eher leicht negativ für Henkel", erklären die Experten.

Finanzierung VON Wachstum

Das Geld will Henkel für die Finanzierung seines Wachstums einsetzen. Das Düsseldorfer Unternehmen hatte im Frühjahr 2004 für rund 2,9 Mrd. Dollar den US-Mischkonzern Dial übernommen.

Außerdem will Henkel den US-Klebstoffproduzenten Sovereign Specialty Chemicals übernehmen. Einen entsprechenden Vertrag haben beide Unternehmen jetzt unterschrieben, teilte Henkel in der Nacht zum Donnerstag weiter mit. Das Transaktionsvolumen belaufe sich inklusive Schulden und Verbindlichkeiten auf 575 Mill. Dollar. Das US-Unternehmen hat weltweit 900 Mitarbeiter. Henkel stellt unter anderem Pritt her und ist mit seiner Produktpalette für Industrie, Handwerker und Heimwerker im Klebstoffbereich weltweit führend.

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