Herbe Verluste erneut bei den Wachstumswerten
Standardwerte büßen nach Greenspan-Rede Gewinne ein

Knapp behauptet haben die deutschen Aktien am Mittwoch geschlossen. Der Dax gab 0,2 % bzw. 12,24 auf 6 208,24 Punkte ab.

vwd FRANKFURT. Die Rede vom Chairman der US-Notenbank, Alan Greenspan, habe keine weiteren Anzeichen für eine Zinssenkung gebracht. Daher drehten die US-Börsen stark ins Minus, was auch bei uns die Kurse am Nachmittag belastet hätte, so Händler. Bei insgesamt durchschnittlichen Umsätzen sei der Handel in einzelnen Werten recht lebhaft verlaufen. Dabei standen 19 Verlierer 11 Gewinnern gegenüber. Einmal mehr kamen vor allem die Technologiewerte auf Grund der schwächeren Nasdaq unter Druck, aber auch Konsum und Maschinenbau schlossen mit Verlusten.

SAP-Vorzüge gaben 0,6 % auf glatt 171 Euro ab, nachdem sie am frühen Morgen schon mit 160,20 Euro umgegangen waren. Das Unternehmen tauscht die Vorzüge in die billigeren Stämme um, so dass stark steigenden Stämmen der Rückgang der Vorzüge gegenüberstanden. Im Tagesverlauf wurden die Vorzüge dann jedoch durch starke Käufe ausländischer Adressen beflügelt, so Beobachter. Diese zeigten sich sehr "bullish" über diese Tausch. Dennoch hätten zum Handelsschluss dann wieder die Verkäufe der Vorzüge überwogen. Der Schritt von SAP sei richtig, weil im kommenden Jahr nur noch eine Aktiengattung im Dax berücksichtigt wird und SAP den negativen Auswirkungen nun schon im Vorfeld entgegentritt, so Händler.

Zudem mache die Verschmelzung die Aktie längerfristig vielleicht sogar tauglich für den wichtigen Euro-Stoxx-50-Index, für die Creme de la Creme unter den europäischen Aktien, heißt es. Siemens verloren 1,1 % auf 125,35 Euro, Infineon verbilligten sich um 4,6 % auf 36,03 Euro, und Epcos gaben 3,5 % auf 69,93 Euro ab. Deutsche Telekom standen ebenfalls unter Druck. Sie büßten 1,8 % auf 26,45 Euro ein. Linde fielen um 3,9 % auf glatt 52 Euro, nachdem neue Geschäftszahlen im unteren Bereich der Erwartungen lagen. RWE gingen auf Grund guter Ergebniszahlen mit einem Plus von 0,3 % auf 41,42 Euro aus dem Handel.

Das alte Sorgenkind der Börse, Daimler-Chrysler , schaffte den Dreh ins Plus und notierte gut 0,9 % über dem Vortagsstand bei 53,36 Euro. Auch VW konnten zulegen und schlossen mit plus 1,1 % auf 59,85 Euro. Lediglich BMW gaben um rund einen Prozent auf 37,65 Euro ab. Auch Schering konnten sich in die Gewinnerliste eintragen und schlossen den Mittwoch als Tagesgewinner ab. Die Aktien stiegen nachrichtenlos um 2,2 % auf 55,70 Euro. Nach gut aufgenommenen Zahlen legten Ergo in der zweiten Reihe um 2,9 % auf glatt 167 Euro zu.

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