Herbst 2000 steht als Termin fest
Post bekräftigt Zeitplan für Börsengang

vwd BONN. Die Deutsche Post AG, Bonn, hat noch einmal ihre Absicht unterstrichen, ihren Börsengang wie geplant im Herbst nächsten Jahres vorzunehmen. Der Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel zeigte sich am Dienstag zuversichtlich, mögliche Hindernisse zu überwinden. Er sei sicher, dass das Beihilfeverfahren in Brüssel "nicht zum Zuge kommt" und die Angelegenheit kommendes Frühjahr "erledigt" werde, sagte Zumwinkel auf Fragen von Journalisten. Beim Thema Mehrwertsteuer auf Postdienstleistungen gehe er davon aus, dass es nicht im Jahre des Börsenganges zu Änderungen oder Neuinterpretationen bestehender Gesetze oder Verordnungen komme.

Der Vorstandsvorsitzende wies anläßlich der Bekanntgabe des Einstiegs der Post als Sponsor in die "Formel 1" auf die Praxis in den anderen europäischen Ländern hin, in denen wie auch seit Jahrzehnten in Deutschland ebenfalls keine Umsatzsteuer auf das Briefporto oder ähnliches erhoben werde. Auf Spekulationen über eine mögliche Senkung des Portos, die wegen der damit verbundenen Mindereinnahmen für die Post gleichfalls als Risiko für den Gang an die Börse betrachtet wird, antwortete Zumwinkel, bis Ende 2000 blieben die Preise stabil.

Im Beihilfeverfahren, das sie wie auch die Bundesregierung ernst nehme, habe die Post einen mächtigen Verbündeten im Finanzminister, betonte der Post-Vorsitzende. Bei dem seit Juli anhängigen Verfahren in Brüssel geht es um eine Klage des Wettbewerbers United Parcel Service, wonach die Post verbotenerweise Gewinne aus ihrem Briefsmonopol zur Finanzierung ihrer Verluste beim Paketdienst verwendet hat. Dies wertet der Konkurrent als unrechtmäßige Beihilfe. In Presseberichten hatte es geheißen, die Post müsse in ihrem im März 2000 abzuschließenden Börsenprospekt nach dem derzeitigen Stand auf unkalkulierbare Risiken in Milliardenhöhe hinweisen.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%