Herbst-Umfrage des IW
Stimmung in Unternehmen bleibt schlecht

Die Stimmung unter den deutschen Unternehmen ist nach der Herbst-Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) derzeit schlecht und dürfte sich auch für das kommende Jahr kaum verbessern.

Reuters BERLIN. 42 % der rund 1 400 befragten Firmen meldeten derzeit rückläufige und nur 20 % steigende Geschäftsaktivitäten, teilte das als arbeitgebernahe geltende IW am Donnerstag in Berlin mit. Die Unternehmen, die derzeit von sinkenden Preisen, rückläufiger Beschäftigung, verminderten Investitionen und schrumpfenden Erträgen berichteten, seien durchgängig in der Mehrheit, sagte IW-Geschäftsführer Rolf Kroker laut Redetext.

Lediglich beim Export fielen die Urteile über die aktuelle Lage positiver aus. Mehr ostdeutsche als westdeutsche Unternehmen berichteten über gegenwärtig steigende Ausfuhren. Während sich bei gut einem Viertel der befragten Firmen das Auslandsgeschäft belebe, verbuche nur ein knappes Fünftel schrumpfende Exportumsätze, hieß es weiter.

"Die Perspektiven für 2003 werden kaum freundlicher eingeschätzt", sagte Kroker. Während knapp 31 % der Unternehmen für das kommende Jahr einen Produktionszuwachs erwarteten, rechneten gut 26 % mit einer geringeren Produktion. Die Produktionserwartung in Ostdeutschland erreiche den tiefsten Stand seit dem Frühjahr 1993.

Da die Mehrheit der Betriebe in Osten sowie im Westen für 2003 mit weiter rückläufigen Gewinnen ausgehe, seien auch die Beschäftigungsaussichten trüb, teilte das IW weiter mit. Fast genau die Hälfte der Unternehmen plane einen Arbeitsplatzabbau, nur jeder zehnte Betrieb erwäge Neueinstellungen. Im Osten sei das Potenzial zur Personaleinsparung weitgehend erschöpft. Vor allem im Westen seien Unternehmen wegen der anhaltenden Wirtschaftsflaute derzeit zum Abbau von Fachkräften gezwungen, die sie in der Hoffnung auf einen baldigen Aufschwung gehalten hätten.

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