Herbstumfrage bei 25 000 Unternehmen
Der DIHT sieht die Wirtschaft auf Wachstumskurs

Der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) schätzt das Wirtschaftswachstum 2001 günstiger ein als die Bundesregierung und die wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute.

ari/uhl BERLIN. Auf Grund einer Umfrage bei 25 000 Unternehmen rechnet DIHT-Hauptgeschäftsführer Franz Schoser in diesem und im nächsten Jahr mit einem realen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um je knapp 3 %.

Regierung und Institute erwarten dagegen im Jahr 2001 einen Zuwachs von 2,7 oder 2,75 %, nach 3 % im Jahr 2000. Für die Euro-Zone haben die Institute ein Wachstum von 3,3 % in diesem und 2,8 % im nächsten Jahr prognostiziert. Allerdings wird sich auch nach Einschätzung Schosers die Konjunkturdynamik in Deutschland im kommenden Jahr etwas abschwächen. Deutlich wird dies an den Geschäftserwartungen der Unternehmen, die günstig blieben, aber gedämpfter sind als im Frühjahr und Sommer.

Positiv beurteilte Schoser auch den Arbeitsmarkt. Die Unternehmen würden 300 000 bis 400 000 neue Stellen schaffen. Der Anteil der Firmen, die zusätzliches Personal einstellen wollten, sei auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung gestiegen. In vielen Branchen fehlten jedoch bereits jetzt geeignete Arbeitskräfte. Der Facharbeitermangel werde damit zur Wachstumsbremse.

Deshalb forderte Schoser mehr Qualifizierung und eine höhere Mobilität der Arbeitnehmer sowie eine Erhöhung der Differenz zwischen Nettoeinkommen und Sozialleistungen. Die Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose zur Aufnahme einer Tätigkeit müssten verschärft werden. Außerdem seien Einwanderungsregelungen notwendig, die sich im Interesse des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft an Qualifikationen orientierten, verlangte der DIHT-Chef.

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