Hering-Preis hat sich verdoppelt
BSE-Krise treibt Fischkonsum hoch

Die BSE-Krise hat den Fischkonsum in Deutschland deutlich in die Höhe getrieben: Jeder Deutsche hat im Jahr 2000 rund 13,3 Kilogramm Fisch gegessen, das sind 900 Gramm mehr als im Jahr 1999, wie Vertreter der deutschen Fischwirtschaft am Dienstag in Hamburg mitteilten.

ap HAMBURG. Der Trend zu mehr Fisch habe aber auch angehalten, nachdem die BSE-Hysterie abgeflaut war. "Wir befinden uns in einem positiven Trend", sagte Peter Koch-Bodes, Vizepräsident des Fischinformationszentrums. Er kündigte weitgehend stabile Preise an. Trotz des leichten Verbrauchsanstiegs essen die Deutschen allerdings im europäischen Vergleich immer noch wenig Fisch: Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien sind deutlich größere Märkte, wie Koch-Bodes erklärte. Vor allem Verbraucher unter 35 Jahren essen deutlich weniger Fischprodukte als ältere Bürger. Insgesamt kauften im vergangenen Jahr 84,5 % der deutschen Haushalte Fisch, nach 81,8 % im Jahr 1999.

Bei den Fischpreisen erwartet die Fischwirtschaft bei fast allen bedeutenden Sorten stabile Preise: Kabeljau, Alaska-Seelachs und Seelachs sollen sich kaum im Preis verändern, Lachs sei zur Zeit sogar günstig zu haben. Große Preissprünge nach oben dagegen stehen beim Hering bevor, da vor allem in Osteuropa die Verbraucher auf den Geschmack gekommen sind. Beim Hering hätten sich die Preise schon verdoppelt, allerdings auf niedrigem Niveau: Das Kilo Rohfisch koste jetzt 3,20 DM statt früher 1,60 DM.

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