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Herlitz erwartet Verluste von mehr als 60 Millionen DM im Jahr 2001

Der Papier- und Schreibwarenkonzern Herlitz AG rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von mehr als 60 Millionen DM.

dpa-afx FRANKFURT. Grund für die Verluste seien die Konjunkturschwäche und der starke Wettbewerbsdruck, sagte der scheidende Herlitz-Vorstandschef, Werner Eisenhardt, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe). Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Fehlbetrag 101 Millionen DM betragen.

Auch im zweiten Halbjahr sei ein positives Ergebnis nicht zu erreichen. Die Sanierungserfolge hätten die Umsatzverluste nicht ausgleichen können. Trotz der abermals hohen Verluste brauche das im SMAX gelistete Unternehmen kurzfristig keine Kapitalerhöhung, wohl aber mittelfristig.

Eisenhardt verlässt zum Jahresende das Unternehmen. In grundsätzlichen Fragen zur Sanierung der Gesellschaft habe keine Einigkeit zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat bestanden, sagte Eisenhardt. Sein Nachfolger soll kurzfristig berufen werden. Neun Gläubigerbanken hatten dem Unternehmen im Frühjahr eine Finanzspritze von 156 Millionen DM zukommen lassen. Seitdem kontrollieren die Banken zwei Drittel des Herlitz-Kapitals.

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