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Herlitz ist von Insolvenz bedroht

dpa-afx BERLIN. Auch nach seiner Rettungsaktion durch eine Bankengruppe wird der Bürowarenhersteller Herlitz noch über Jahre hinweg Verluste schreiben. Dies sagte Vorstandschef Werner Eisenhardt auf der außerordentlichen Hauptversammlung am Dienstag in Berlin. Ursprünglich wollte er schon in diesem Jahr aus den roten Zahlen herauskommen. Mit eindringlichen Worten bat Eisenhardt die Aktionäre, der vorgeschlagenen Kapitalerhöhung und Übernahme durch neun Banken zuzustimmen. Ansonsten müsse Herlitz Insolvenz anmelden.

Die Aktionäre der geplante Rekapitalisierung auf der außerordentlichen Hauptversammlung am Dienstag in Berlin kontrovers diskutiert. Während einige Aktionäre "keine Alternative" zu dem Plan sahen und ihre Zustimmung signalisierten, sprachen sich andere Anteileigner für ein Insolvenzverfahren aus. Auch die Vertagung der Abstimmung und ein Gutachten über die Auswirkungen der Maßnahmen wurde beantragt, da die Zeit für eine Prüfung der Pläne zu kurz gewesen sei.

Heftige Kritik übten die Aktionäre am Aufsichtsrat und warfen dem Gremium vor dem Hintergrund erneuter Wertberichtigung und Abschreibungen mangelnde Kontrolle vor. "Sie steuern dieses Flugzeug ohne Radar im Nebel", bemängelte ein Aktionär. Dem Rekapitalisierungplan muss mit einer 3/4 Mehrheit zugestimmt werden, was auf der Hauptversammlung auf Grund des hohen Anteils von Kleinaktionären nicht als gesichert angesehen wurde.

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